Kibiwo-Abschlussgottesdienst + -fest am 15.8.2010

Trotz Regen gute Stimmung beim Gemeindefest der Christuskirchen-Gemeinde

Selbst der Regen der in den Mittagsstunden am Sonntag einsetzte konnte die gute Stimmung bei den Gemeindefest-Besuchern jeden Alters des Gemeindefestes der evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg nicht trüben. Hatte das Mittagessen mit leckeren Steaks und Würstchen noch auf dem Platz zwischen Thomashaus und Alten Kirche stattfinden können, wechselte man dann einfach in die Räume des Gemeindehauses und feierte bei guter Laune weiter. Pfarrer Alexander Klein, Pfarrerin Jutta Hofmann-Weiß und der Vorsitzende des Kirchenvorstand Prof. Dr. Ernst-Ulrich Huster hatten mit vielen Helfer vorsorglich schon alles vorbereitet, dass die Spiele für die Kinder und die Unterhaltung der Erwachsenen sich dort ungestört und trocken fortsetzen konnten. Zuvor war am Morgen in der Christuskirche vor 670 Gottesdienstbesuchern in einem Familiengottesdienst nochmals an die zurückliegende unterhaltsame Kinderbibelwoche (KiBiWo) erinnert worden.

Nach der Begrüßung durch die beiden Gemeindepfarrer hatten die 217 KiBiWo-Kinder die Gemeinde lautstark mit dem Lied „Halli Hallo!“ begrüßt. Die Bibelfigur des Zollbeamten „Zachäus“ war das Thema der KibiWo gewesen und stand mit dem gleichnamigen Theaterstück nochmals im Blickpunkt der zahlreich anwesenden Eltern und Großeltern. Von Anke und Adelheid Wehrenfennig sowie Sandra Klein passend als Schauspiel umgesetzt, wurde die Geschichte des strengen Zöllners, eindrucksvoll verkörpert von Pfarrer Alexander Klein, der sich zum großzügigen Christenmenschen in der Begegnung mit Jesus (Hans-Willi Büchler) läutert erzählt. Mit vielen weiteren Gemeindemitgliedern auf, vor und hinter der Bühne und allerlei liebevoll gestalteten Tier wurde die Bibel-Erzählung vor den Augen der Gottesdienstbesucher erlebbar. Große Beliebtheit vor allem der Kinder erfreute sich dabei der Christuskirchen-Maus „Chrisi“ und „Jeri“, der Maus aus dem orientalischen Jericho, die die Geschichte mit ihren lustigen Kommentaren unterhaltend umrahmten. Applaus gab es für das spannende und dokumentarische Theaterstück und für die morgenländisch passend gekleideten Schauspieler im Altarraum des Kirchenschiffs dementsprechend viel. Nach den Liedern „Ich bin von innen“, bei dem nicht nur die Kinder begeistert mit Hand und Fuß mit machten, und „Viele kleine Leute“, ging es übergangslos zum Thomashaus. Dort wartete leckeres vom Grill auf die vielen Gäste. Der Jerichoparcours für die Kinder mit den Spielen, wie beispielsweise „Lauf wie ein Kamel“ oder „Komm sicher durch den Zoll, wurde wegen dem Regen von der Straße mit nicht weniger Begeisterung in das Gemeindehaus verlegt. Jeder Teilnehmer wurde nach Lösung der kniffligen Aufgaben mit Urkunde zum „Stadtführer von Jericho“ ernannt. Bereits gegen 15 Uhr war fast der ganze von den Gemeindefrauen gespendete Kuchen verkauft und auch die Frauen vom Kreativkreis zeigten sich zufrieden vom Erlös aus dem Verkauf ihrer selbstgemachten Arbeiten. Schöne Tage in der evangelischen Kirchengemeinde in Watzenborn-Steinberg mit der Kinderbibelwoche und dem abschließenden Höhepunkt des Gemeindefestes ging so zu Ende.

Kirchenchorkonzert "Der Messias" am 27.6.2010

Ovationen für Kirchenchor, Solisten und Orchester für Messias-Aufführung

Als um 22 Uhr der letzte Schlag der Pohlheimer Rathausuhr deutlich vernehmbar erklang, endete mit dem Schlusssatz des „Amen“ von Georg Friedrich Händels Oratorium „Der Messias“ eine außergewöhnliche konzertante Aufführung an einem ganz besonderen Sommersonntag in der Christuskirche Watzenborn-Steinberg. Und als dann die 80 Sängerinnen und Sänger des veranstaltenden Evangelischen Kirchenchores gemeinsam mit den Solisten, dem Counter-Tenor Kyoung-Bae Choi, Johann Moritz von Cube mit seiner Altus-Stimme, Jochen Elbert (Tenor) und Andreas Czerney (Bass) sowie instrumentaler Begleitung der ausgezeichneten 25 Musiker des Orchester der Kammerphilharmonie Bad Nauheim nochmals den populärsten Teil des Oratoriums mit dem monumentalen „Hallelujah“ intonierten, kannte die Freude bei den Musikfreunden im Kirchenschiff keine Grenzen mehr. Für den Kantor Eun-Sup Jang der für die musikalische Gesamtleitung verantwortlich zeichnete und als Dirigent bei Chor, Solisten und Orchester den Taktstock führte, bedeutete dies den Höhepunkt seiner einjährigen Arbeit in der Kirchengemeinde. Dementsprechend wurde er vom Vorsitzenden des Evangelischen Kirchenchores Wolfgang Schmandt nochmals gewürdigt und vor den rund 500 anerkennend klatschenden Zuhörern nach seinem letzten und krönenden Auftritt gedankt.

Trotz Fußball-Weltmeisterschaft im TV waren die Bänke am Abend im Kirchenschiff dicht mit Konzertfreuden besetzt und so zeigte man sich nicht nur aufgrund des voraus gegangenen tollen Ergebnisses der deutschen Nationalmannschaft mit dem Sieg gegen England sondern auch mit dem Besuch des Konzertes sehr zufrieden. Bewusst hatte man auch die deutsche Textversion von Händels Meisteroratorium für die Christuskirchen-Aufführung ausgewählt. So konnten die andächtig der Musik lauschenden Zuhörer auch die spannende Geschichte rund um den Messias vor ihrem geistigen Auge mitverfolgen. Eingangs stimmte in der instrumentalen Ouvertüre die professionellen Musiker der Kammerphilharmonie Bad Nauheim auf die kommenden 2 ½ Stunden Musik und Gesang ein. Jochen Elbert, als Tenor mit Münchner Wurzeln bereitete den Weg mit voller Stimme in dem Arioso und der Arie für den einstimmenden Kirchenchor, der von der Ankunft Gottes in Händels Tonsprache erzählte. Eindrucksvoll war das Klangbild und die Kulisse das die 80 Chorsänger, verstärkt mit zusätzlichen Sängerinnen und Sängern die von Beginn an eigens für das Projekt „Massias“ regelmäßig die Proben im Thomashaus bis zur Aufführung besucht hatten, bildeten. Der aus einer alten baltischen Adelsfamilie stammende und in Düsseldorf lebende Altus-Sänger Johann Moritz von Cube beherrschte genauso in den Arien sein künstlerisch-sängerisches Handwerk, wie der heimische Bass-Sänger Andreas Czerney. Beide vermittelten dem fachkundigen Publikum einen Eindruck, der von Händel in Noten umgesetzten Dramatik der Ereignisse rund um die Geschichte des Messias bis zum Tod und seiner Auferstehung mit der christlichen Heilsgeschichte und den alttestamentarischen Prophezeiungen. Gleich einer hohen Frauenstimme im Sopran setzte der Counter-Tenor Kyoung-Bae Choir allerdings ganz besondere Akzente bei diesem Konzert. Stimmte er Händels Arien an, war bei geschlossenen Augen nicht zu hören, dass dort ein männlicher Solist eine weibliche Klangwelt intonierte. So bildeten die Solisten das Sahnehäubchen eines Konzertes, zu deren künsterlisch-kulinarischen Grundlagen schon mit Kirchenchor und Orchester feinste Zutaten für das Musik liebende Gehör gehörten. Die dirigierenden Hände des musikalischen Meisterkochs Jang, machten das Klanggericht von Händels „Der Messias“ zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk. Stehende Ovationen am Ende dieses wahrhaft für den Evangelischen Kirchenchores erfolgreichen Sommertages war dann Lohn für alle Musiker, Sängerinnen und Sänger. Kirchenchor-Vorsitzender Wolfgang Schmandt überreichte dann auch noch dem scheidenden Kantor Eun-Sup Jang und den vier Gastsolisten ein Geschenk zum Abschied. Die Mitglieder des Kirchenchores feierten das schöne Konzertereignis in der „Singenden Stadt“ Pohlheim im Anschluss noch im Hotel „Goldener Stern“ lange gemeinsam.
Text: Roger Schmidt


Aufführung des "Messias" am 27.6.2010 in der Chris

Kirchenchrokonzert "Der Messias" am 27.06.2010



Gospelchorkonzert am 30.05.2010

Hinreißendes Gospel-Konzert von „Joyful Voices“ am Sonntagabend in der Christuskirche - Kantor Eun-Sup Jang´ s letzter öffentlicher Auftritt mit dem Gospelchor
Ein hinreißendes Konzert von „Joyful Voices“, dem Gospelchor der evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg erlebten am Sonntagabend die gut 150 begeisternd mitgehenden, mitklatschenden, mitschnippenden und teilweise mitsingenden Besucher in der Christuskirche. Bei dem unter dem Motto „Glory to God“ (Ehre sei Gott) stehenden über neunzigminütigen Konzert nahmen die unter der Leitung von Kantor Eun-Sup Jang stehenden Sängerinnen und Sänger des Chores, die instrumental von den professionellen Musikern Markus Leukel (Schlagzeug) und Peter Herrmann (Bass) unterstützend begleitet wurden, die Zuhörer auf eine musikalische Reise durch die Welt der populären Spirituals und Gospels. Für die Klavierbegleitung sorgte der Kantor persönlich. Mit dabei war auch Gastsänger Benjamin Gail, der mit seiner Stimme solistisch für wahre Begeisterungsstürme in der Kirche sorgte. Solis waren auch zu hören von Melisa Heerz, Klaus Lauber und Carmen Steinmüller, die auch die Begrüßung und Abkündigung mit den Dankensworten vornahm. Geistliche Texte und nachdenkliche Worte sprachen Edith Eifert, Sarah- Mareike Eberbach und Peter Boller.
So schwungvoll, wie der Chor singend in den Altarbereich kam und das Konzert eröffnete, war auch der ganze Abend. „Come and go with me“ – Komm und geh mit mir – so forderte „Joyful Voices“ die Besucher musikalisch auf, mitzukommen. Dem „O magnify the lord“, „I wanna sing“ und „I give you my heart” folgte der von einem tiefen Glauben zeugende Liedbeitrag “”You are holy” und „Open the eyes of my heart“ (Solo von Carmen Steinmüller). „See and you shall find“ brachte den nachdenklichen Worten von Edith Eifert wieder Bewegung in die Christuskirche, während „This may be the last time“ die Endlichkeit der menschlichen Existenz zum Thema hatte. Mit „Down by the riverside“ hatte Kantor Eun- Sup Jang einen Ohrwurm ausgewählt, der zum Mitschwingen animierte und bei dem alle in Bewegung kamen.
„Aus deinem Wort höre ich das schönste Liebeslied, an deinem Tisch wird mein Hunger gestillt, an welchen Ort sollen wir sonst gehen?“, zu hieß es im von Sarah- Mareike Eberbach vorgetragenen Text, bei dem der Gospelchor mit „Wohin sonst“ (Solo Melisa Heerz und Benjamin Gail) im Anschluss daran sofort die Antwort gab. Stürmisch „gefeiert“ auch die Gesangsvorträge „In your arms“ und „Bless the lord“ von den zuvor genannten Solisten. Dem Text von Peter Boller (Ich will Gott loben, ich möchte, dass Gott mich leitet, sein heiliger Geist soll mich allzeit erfüllen) folgte der letzte Block mit „Tast and see“ (Solo Klaus Lauber), „My life is in your hands“, „Lord reign in me“ sowie zum Finale der Solovortrag „Glory to god almighty“ von Benjamin Gail, der bereits von den begeisternden Zuhörern stehend genossen wurde. Erst nach zwei Zugaben und stehenden Ovationen. Wortes des Dankes sprach Carmen Steinmüller, die um eine kleine pende für die Arbeit des Gospelchores warb.
Seinen letzten offiziellen Auftritt mit „Joyful Voices“, dem Gospelchor der evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg hatte am Sonntag beim Konzert in der Christuskirche Kantor Eun-Sup Jang, der rund ein Jahr die in Erziehungsurlaub weilende Kantorin Yoerang Kim- Bachmann vertrat. Die Kirchenmusikerin im Dekanat Gießen und der evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg ist ab 1. Juli 2010 wieder im Dienst. Volker Eckhardt, Mitglied von „Joyful Voices“ nahm am Schluss des Gospelkonzertes die Gelegenheit war, dem scheidenden Eun-Sup Jang für seine hervorragend geleistete Arbeit, nicht nur für dieses Chorkonzert, sondern für seine erfolgreiche Vertretungszeit zu danken. Neben lang anhaltendem Applaus seiner Sänger und Sängerinnen sowie aller Besucher übergab Volker Eckhardt als äußerstes Zeichen des Dankes ein Blumengebinde an den sympathischen Kirchenmusiker.

Text: Jürgen Schu



Gospelchorkonzert am 30.05.2010

Gospelchorkonzert am 30.05.2010



Eröffnung: Außenstelle der Gießener Tafel, 19.4.10

Gießener Tafel deckt Tisch nun auch in Pohlheim für Bedürftige

POHLHEIM, WATZENBORN-STEINBERG, 19.04.10
Der Gotteszuspruch „Hab keine Angst! Ich helfe dir.“ ist im Raum der neuen Ausgabestelle der Gießener Tafel im Thomashaus von Watzenborn-Steinberg in großen Lettern zu lesen. Der seit Jahren dort kunstvoll angebrachte Bibelspruch hätte nicht passender sein können. Immer mehr Menschen müssen die junge Diakonie-Aufgabe der Tafel im Dienste der Menschen die Not leiden nutzen. Dazu hat nun auch eine Pohlheimer Ausgabestelle im evangelischen Gemeindehaus in der Straße „Zur Aue 30“ seine Türen geöffnet. Holger Claes, Leiter des Diakonischen Werkes Gießen und der Gießener Tafel freute sich bei der Pohlheimer Tafel-Premiere auf der einen Seite über den neuen zentralen Standort in der einwohnerstärksten Kreisgemeinde, sieht aber die gesellschaftliche Entwicklungen mit immer mehr hilfsbedürftigen Menschen sorgenvoll und kritisch. Erschreckend ist für ihn, wie viele Menschen inzwischen sogar von ihrer täglicher Arbeit nicht mehr leben können. Die Warteliste ist lang, für Menschen die bei der Diakonie nach dem Nahrungshilfsangebot nachfragen. Insgesamt nehmen 1.500 Menschen im Bereich des Diakonischen Werkes das Angebot, in den mit Pohlheim fünf etablierten Ausgabestellen in der Zentrale Gießen, Reiskirchen, Linden und Lollar wahr und holen regelmäßig ihren Nahrungskorb ab. Gemeinsam mit den ehrenamtlichen Helfern sowie Pohlheims Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer und Pfarrer Alexander Klein stellte er am ersten Ausgabetag, die Einrichtung vor und informierte die Öffentlichkeit. Ab sofort werden einmal in der Woche, immer montags an im Verlauf bis zu 30 Haushalte mit 100 Menschen Nahrungsmittel ausgegeben. Heimische Unternehmen stellen die Lebensmittel zur Verfügung. Zusätzlich gibt es Geld- und Sachspenden aus unterschiedlichen Quellen auch für die laufenden Betriebskosten, damit die Gießener Tafel auch funktioniert.

Pfarrer Klein und Holger Claes erinnern sich noch an die ersten Gedanken zur der Etablierung des Tafel-Angebotes in Pohlheim. „Der Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg zeigte für das Projekt große Offenheit und stellte dafür Räume im Thomashaus zur Verfügung“, dankte Claes den Gemeindeverantwortlichen. Vor rund 8 Wochen wurde dann die Planung konkret. Die Lieferfahrten mit den zwei bisher zur Verfügung stehenden Kühl-Lkws wurden geplant. Demnächst wird ein dritter LKW dazukommen, kündigte Claes an. Ehrenamtliches Personal wurde schnell gefunden. Im Thomashaus installierte man Regale für die Warenkörbe. Kühlschränke, auch aus dem Budget der Kirchengemeinde wurden angeschafft und installiert. Insgesamt sind in der Tafel 40 Helfer im ehrenamtlichen Einsatz, davon 10 in Watzenborn-Steinberg im Wechsel. Vor dem Thomashaus laden Jürgen Lorenz, Helmut Magel und weitere Helfer der Gießener Zentrale die Körbe, die bereits mit Namen der bedürftigen Familien beschriftet sind aus dem LKW. Die Watzenborn-Steinberger Gemeindehelfer räumen sie in die Regale und werden über die Übergabemodalitäten aufgeklärt. So bekommt jeder eingetragene Tafel-Kunde genau mitgeteilt, um wie viel Uhr sie den bereits in der Zentrale zusammengestellten persönlichen Warenkorb abholen kann. Darin sind Grundnahrungsmittel wie Obst, Gemüse, Brot und vieles mehr enthalten. Darüber, dass auch nur Bedürftige einen Warenkorb erhalten, wacht das Diakonische Werk. Denn nur wer sich persönlich gemeldet hat, entsprechende Nachweise von Ämtern vorgelegt hat, hat überhaupt die Chance zur Unterstützung. „Schlimm, dass inzwischen auch in einem reichen Land, wie dem unseren, eine Tafel geben muss.“, beschreibt auch Pohlheims Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer sein gespaltenes Verhältnis. Fehlgeleitete Sozialpolitik und falsche Einkommenspolitik, seien dafür mitverantwortlich. Die Aktion der Gießener Tafel durch Diakonie und Kirchengemeinde begrüße er, da sie direkt persönlich helfe und Not lindere. Gemeindepfarrer Alexander Klein ist froh, dass eine Außenstelle der Tafel nun auch in Pohlheim vor Ort ist. Die Diakonie lebt seit 2000 Jahren von der ureigensten Aufgabe zum Wohle der Menschen unterstrich er und dankte den Helfern aus der Gemeinde und Holger Claes und seinem Diakonie-Team. Menschen die Hilfe bei der Gießener Tafel suchen können sich unter der Telefonnummer (0641) 2503076 melden. Dort erhalten sie weitere Informationen.

Text: Roger Schmidt



Orgelmusik zur Sterbestunde Jesu, 2.4.2010

Orgel+ am Karfreitag:
Musikalisches und Theologisches Bekenntnis zur Liebe und gegen Hass

POHLHEIM, WATZENBORN-STEINBERG, 05.04.10
Das die Orgel mit den Ereignissen in der Bibel nicht nur musikalisch eine enge Symbiose eingeht, erlebten die Zuhörer beim Orgel+-Konzert in der Christuskirche Watzenborn-Steinberg wieder einmal auf eine besondere Art und Weise am Nachmittag des Karfreitag. Kantor Eun Sup Jang lieferte am ersten Feiertag der österlichen Dreitagefeier der Christen zu den Bibel-Überlieferungen der Ereignisse der Sterbestunde Jesu am Kreuz die dramaturgisch passende sakrale Orgelmusik. Pfarrerin Jutta Hofmann-Weiß steuerte die Jesus-Zitate, die durch die Aposteln Johannes und Matthäus sowie dem Evangelisten Lukas in der Bibel überliefert wurden bei.

So herrschte eine andächtige Stille in dem großen Kirchenschiff als Hofmann-Weiß aus dem Lukas-Buch die vergebenden Worte Jesu an Gott für die Menschen rezitierte „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“. Die Pfarrerin spannte den Bogen vom Damals zum Heute mit dem Hinweis auf aktuelle Kriege und die Umweltveränderungen in der Gegenwart der Menschen. „Würde Jesu heute als Rebell oder Krimineller gesehen?“, ihre Frage. „Vater unser im Himmelreich“ aus der Feder des deutschen Barock-Komponisten Georg Böhm (1661-1733) erklang es aus den Orgelpfeifen als Bitte und als Bekenntnis zu Gott und seinem Sohn Jesu. Hass in Liebe zu verwandeln und freundlich zu allen Lebewesen zu sein, war Jesu zentrale Botschaft seines Kreuzestodes und gelte zu jeder Zeit, so Hofmann-Weiß. Und so folgte nach den Jesus-Dialogen und nachdenklichen aber auch mahnenden Worten von Hofmann-Weiß mit den dazwischen eingespielten Orgel-Werken von Johann Sebastian Bach (1685-1750), Johannes Brahms (1833-1897), Frank Martin (1890-1974) und Tomaso Albinoni (1671-1751) kurz vor Ende ein meditativer Moment der Stille und Spannung in der Christuskirche, die die letzten Minuten des gefolterten Jesu auf den Hügeln von Golgatha nochmals im Geiste der Zuhörer spirituell ein wenig fassbarer machten. „Finale Andante“ aus der Sonate op. 65 Nr. 6 d-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) lautete danach auch das Schlussstück dass sich der koreanische Kantor und Organist ausgesucht hatte. Mit viel Applaus bedankten sich die rund 80 Zuhörer bei der Theologin und dem Kirchenmusiker für dieses außergewöhnliche Orgel+-Konzert das in Worten und einzigartiger Orgelmusik, den eigentlichen Sinn des Karfreitages verdeutlichte und dabei Trost und Hoffnung spendete.
Text: Roger Schmidt


Pfarrerin J. Hofmann-Weiß und Kantor Herr Jang)

Orgel+ Konzert am 5.2.2010

POHLHEIM, WATZENBORN-STEINBERG, 05.02.10
Wer am Freitagabend mit geschlossenen Augen in der Christuskirche von Watzenborn-Steinberg der Altus-Stimme bei Andrew Loyd Webbers „Pie Jesu“ aus seinem Requiem aus dem Jahre 1984 lauschte, hätte Glauben können, dass eine Frau das Stück intoniert. Die musikalisch betenden, hellen und klaren Töne kamen aber nicht aus dem Mund einer Solistin, sondern aus dem eines jungen Mannes, dem koreanischen Countertenor Kyoung-Bae Choi. Mit leicht zu erkennenden Oberlippenbart, ordentlich zusammengebundenen Zopf und in einem dunklen Anzug brachte er mit seinen Stimme, einer Sopranistin gleich, im Zusammenspiel mit dem Flötisten Michel Weiss und dem Kantor Eun Sup Jang im Wechsel an Orgel und Klavier, die 100 Zuhörer in den Genuss eines ganz besonderen Konzerterlebnisses in der „Singenden Stadt“ Pohlheim. Allein das mit Choi ein mehrfach ausgezeichneter Countertenor zu einem seltenen Gastspiel im Mittelhessischen zu hören war, der einzigartige barocke Stücke interpretierte, die früher teilweise den so genannten Kastraten vorbehalten waren, war schon für sich ein konzertantes Sahnestück.

Eine Stunde versetzte der zurzeit in München vom Opernsänger Saverio Suarez-Ribaudo unterrichtete Countertenor aus Südkorea gemeinsam mit seinen musikalischen Begleitern die Zuhörer in eine Welt mit Stücken, aus der Epoche des Barock aber auch zeitgenössischer sakraler Literatur. So eröffneten die drei Musiker mit dem Auszug „Oh! Had I Jobals lyre“ aus Händels Oratorium „Joshua“ den konzertanten Reigen im Kirchenschiff. Zur hellen Stimme passend ergänzte Michel Weiss mit der Leichtigkeit seiner Querflöte die Vorträge. Bereits im Oktober vergangenen Jahres war der Heuchelheimer Nachwuchsmusiker in der Orgel+-Konzertreihe in der evangelischen Kirche von den Zuhörern begeistert aufgenommen worden. Nach Cesar Francks „Panis Angelicus“ überzeugte er erneut in einem Flöten-Solo bei Johann-Sebastian Bachs „Sonata Es-Dur, 1. Allegro moderato“ mit einer Virtuosität, die für den Oberstufenschüler der Herderschule, die bereits jetzt hohe Professionalität und eine besondere Liebe zur Musik und Instrument unterstreicht. Nach dem getragenen Pergolesi-Stück „Vidit suum dulcem natum“ aus „Stabat mater“ wechselte der koreanische Sänger in Mozarts „Alleluja“ zu eher taktvolleren und leichteren Muse. Auch der Standort der Konzertmusiker wechselte danach von der Orgelempore, hin zum Klavier vor den Altar. Dort war dann zunächst Händels „La Bianca Rosa“ zu hören. Nach dem Flötensolo mit Bachs „Sonata Es Dur“ bewiesen Countertenor Choi, Flötist Weiss sowie Kantor, Organist und Pianist Eun Sup nochmals im Zusammenspiel ihr stimmliches und musikalisches Können. „Rejoice, greatly, O daughter of Zion“ aus de Händels Oratorium „Messias“ ertönte und zum Abschluss ein Part aus Haydns Kantate „Arianna a Naxos“ ertönte. Die Konzertbesucher waren mehr als zufrieden und klatschten begeisterten und lang anhaltenden Beifall. Sänger und zwei Musiker gaben gerne noch zwei Zugaben.
Text: Roger Schmidt



Mitarbeiter-Dank-Abend am 31.1.2010

Evangelische Kirche dankte ihren ehrenamtlichen Mitarbeitenden mit Spaß, Speis und Trank

POHLHEIM, WATZENBORN-STEINBERG, 01.02.10
Die Gute Nachricht von der Liebe Gottes weitergegeben mit Zuversicht und Dankbarkeit hatten die 171 ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter der Evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg das ganze letzte Jahr 2009 über. Als ein Zeichen der Wertschätzung für diese Leistung für die kirchliche Gemeinschaft, hatte der Kirchenvorstand sie alle in das Thomashaus eingeladen um Danke zu sagen. Der Mitarbeiterdank-Abend hat in der Gemeinde seit einigen Jahren ihren festen Platz im Kalender. 104 Frauen und Männer waren der Einladung gefolgt und erlebten einen Abend mit christlicher Musik, Gebet, Spaß, Unterhaltung und einem großen Buffet mit gespendeten Speis und Trank der Gemeindemitglieder.

Begrüßt wurden die Mitarbeiter von Kirchenvorstandsvorsitzendem Prof. Dr. Ernst-Ulrich Huster, der die lebendige Kirchengemeinde als integriertes Teil der politischen Kirchengemeinde bezeichnete. Die Gemeinde zeichne sich durch seine besondere Angebotsvielfalt an Zielgruppen vom Baby bis zum Senioren aus. Große Ereignisse, wie die Konfirmandenarbeit, die Kinderbibelwoche und der Lima-Basar standen, wie der ständige Dienst mit der Unterstützung in den Gottesdiensten auf der Lobesliste. Das kirchemusikalische Leben werde mit dem Kirchenchor, den Gospel-Chor, die Jugendband und den Flötenkreis gestaltet. Die Vertiefung des spirituellen Lebens erfolge beispielsweise in Haus- und Gesprächskreisen und weiteren kirchlichen Formen und Gruppen. Er dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Leistungen und ermutigte auch in Zukunft mitzuarbeiten. „Halleluja, lobet Gott“, stimmte dann die Gemeinde begleitet am Klavier von Kantor Eun Sup Jang an. In ihrer Andacht berichtete Pfarrerin Jutta Hofmann-Weiß vom Erlebnis aus der Bibel von Petrus und Johannes auf dem Weg zum Tempel. Petrus hatte kein Gold und Silber, konnte aber den Lahmen wieder aufstehen und laufen lassen. Das kann zwar kein Mitarbeiter, aber jeder kann das geben was er kann, forderte Hofmann-Weiß im gemeinsamen Miteinander auf. Auf eine Idee von Adelheid Wehrenfennig wurden dann so genannte Wunschsteine mit einem Spruch zum Zeichen der Verbundenheit mit seinem Nachbarn bemalt. „Der verbrannte Hase“ war der Sketch den Martha Krug und Edith Krombach zum Besten gaben und damit die Lacher auf ihrer Seite hatten. Mit einer Dalli-Klick-Rateshow, die Pfarrer Alexander Klein präsentierte, gab es auf der Leinwand zunächst Ereignisse und Orte aus dem Gemeindeleben zu erkennen, bevor es 30 Buchtitel zu erraten galt. Der schöne und kurzweilige Dankabend im Thomashaus endete mit Musik und einem Gebet.

Text: Roger Schmidt


Frau Krug und Frau Krombach führten Sketch vor.

Gospelchorkonzert am 8.5.2009

„Monsieur 100.000 Volt“ in der Christuskirche:
Argelės Gospel Singers und ihr Chorleiter aus Frankreich elektrisierten Publikum

Zwar wird offiziell der französische Chansonier Gilbert Becaud aufgrund seines Temperaments „Monsieur 100.000 Volt“ genannt, diesen Titel dürfte allerdings beim Konzertgastspiel am Freitagabend der Chorleiter Alain Martin mit seinen Argelės Gospel Singers in der Christuskirche in Watzenborn-Steinberg ebenfalls verdient haben. Die stimmlichen Qualitäten dokumentierte nicht zuletzt auch seine in Frankreich errungene Goldmedaille für Gesang und Lyrik. Mit einer Energie, Präsentation und Ausstrahlung begeisterte der künstlerische Leiter und Sänger in Personalunion, bei dem Konzert unter dem Titel „Bienvenue“ mit seinen Sängerinnen und Sängern die 100 Gospelfreunde, die im Rahmen der Reihe „Orgel+“ zu diesem außergewöhnlichen Konzert gekommen waren.

Hier trafen dann der französische Chor mit seinen 25 Sängerinnen und Sängern in einer deutschen Kirche auf afrikanische und nordamerikanische Negro-Spirituals und New Gospel-Songs. Das war globalisierte Musikkultur mit Afro-Amerikanisch-Europäischer Färbung in positiver Hinsicht. Nicht zu verschweigen ist, dass auch deutsche Stimmen, wie die ehemalige Giessenerin und heute in Frankreich lebende Irene Oeste den Chor verstärkten. Sie hatte auch die Konzertreise und die Auftritte mit organisiert. Die Sängerinnen und Sänger aus dem Süden Frankreichs nahe der spanischen Grenze, präsentierten durchweg englischsprachige Titel, die nahezu die Top 10 der Gospel-Hitparade abbildeten. So erinnerte gleich zu Beginn, Martin mit einem Solopart des Natural Blues, stimmlich eindrucks- und charaktervoll an den „Ol man river“, den Mississippi. Nach diesem gelungenen Einstieg, ging es dann 90 Minuten nonstop von Gospel zu Gospel und Spiritual zu Spiritual. Sängerinnen und Sänger wurden immer aufs Neue motiviert und angetrieben von ihrem Leiter, der sich sowohl in künstlerischer als auch in körperlicher Hinsicht nicht schonte. Der überwiegende Teil des deutschen Publikums dürfte eine solche Leidenschaft noch nicht bei heimischen Konzerten bewundert haben. Seine Sängerinnen und Sänger starteten mit der Battle Hymn „Glory, Glory, Halleluja“, dem die Glaubensbitte „Bless the Lord“ folgte und das über „Every time I feel the spirit“ bis hin zum einfühlsamen Song „My life is in your hands“ ging. So war Lobpreis und Glaubensbekenntnis in ihren Interpretationen der Negro Spirituals authentisch und in Forte mit entsprechender Einfärbung europäischer Wurzeln. Als die Argelės Gospel Singers dann zum Abschluss „Oh Happy Day“ intonierten, gab es kein halten mehr für die Konzertbesucher. Es wurde rhythmisch geklatscht und kräftig mitgesungen. Am Samstagabend waren die Argelės Gospel Singers in Mittelhessen noch in der Gießener Petruskirche und am Sonntag in Friedberg zu hören.

Text: Roger Schmidt



Gospelchorkonzert am 8.5.2009



Gemeindetreff am 26.4.2009

Gemeindetreff-Thema: Pro Abendmahl mit Kindern

Die Gesellschaft in der wir leben verändert sich ständig und auch in den Kirchen werden neue Wege diskutiert und auch gegangen. So auch jüngst beim Gemeindeabend der evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg. Im Thomashaus stand am Sonntagabend das spannende Thema „Abendmahl mit Kindern“ zur Diskussion und wurde durch Pfarrer Alexander Klein aus theologischer und religionspädagogischer Sicht aufgearbeitet. Fazit: In der evangelischen Kirchengemeinde gibt es einen breiten Konsens, dass zukünftig Kindern das Abendmahl angeboten werden soll, aber möglichst immer nur in Begleitung eines Erwachsenen. Demnächst entscheidet der Kirchenvorstand unter Vorsitz von Kurt Binz abschließend.

Nach der Begrüßung von Gemeindetreff-Organisatorin Jutta Wendt, ging Pfarrer Klein auf das Thema ein und beleuchtete Argumente der Befürworter und Skeptiker des Abendmahls für Kinder. Er persönlich habe immer viel Unsicherheit von Eltern mit Kindern und Konfirmanden beim Abendmahl gespürt. Bereits in den 70er Jahren habe es erste Diskussionen in der evangelischen Kirche zur Öffnung gegeben. Die Fähigkeit zur Selbstprüfung, wie in der Bibel im 1. Korintherbrief 11,28 beschrieben, werde aus dem Zusammenhang gerissen. In der so genannten „Alten Kirche“ in den ersten Jahrhunderten der Kirchengeschichte, wurde auch schon Kindern das Abendmahl gereicht. Als Gegenargumente wurde von Skeptikern angeführt, dass Kinder noch keine fertigen Erwachsenen seien und dass die Taufe erst vollgültig mit der Konfirmation sei. Der Glaube sei allerdings nicht mit dem Intellekt zu verwechseln, der aus dem Inneren der Menschen komme, unterstrich er. So sei die Kindersegnung bereits im Markus-Buch dokumentiert. Die Aspekte der Gemeinschaft im Abendmahl und der Ausdruck der Freude und Dankes richten sich vielmehr an alle Menschen. Bereits die frühe Taufe sei das wichtigste theologische Argument für die grundsätzliche Zulassung zum Abendmahl für Kinder. Es gebe keinen theologischen Grund, daher das Abendmahl für Kinder zu verweigern. Auch andere Kirchen, wie unter anderem auch die katholische Kirche, lassen Kinder zu, erläuterte er. Die evangelischen Landeskirchen stellen den Kirchengemeinden die Entscheidung frei. Eine Vorbereitung im Kindergottesdienst, im Religionsunterricht oder auch den Kindergruppen der Gemeinde auf diese Abendmahlsfeier wäre wünschenswert. Dazu zählt auch die Begleitung durch einen Erwachsenen, so Pfarrer Klein.

Text: Roger Schmidt





Orgel+ Konzert mit "Flauto Dolce" am 17.4.2009

Rumänisches Flötenensemble „Flauto Dolce“ und Sopranistin Mihaela Maxim überzeugte in der Christuskirche

Das man im Spiel von drei Blockflöten in den Tonlagen von Sopran bis hin zum Bass solo und gemeinsam im Zusammenspiel mit der Stimme einer Sopranistin ein wohlfeines Konzert veranstalten kann, bewies das rumänische Flötenensemble „Flauto Dolce“ mit der Sopranistin Mihaela Maxim am Freitagabend in der Christuskirche in Watzenborn-Steinberg. Die musikalischen Gäste im Rahmen der Konzertreihe „Orgel+ - Musik in der Christukskirche“ aus Klausenburg setzten mit ihrem Flöten sanfte aber kontrastreiche Akzente zu den sonst zu hörenden Orgeltönen. Gemeinsam mit ihrem musikalischen Leiter Zoltán Majó hatten die Musikerinnen Maria Szabo und Agnes Toth mit ihren diversen Blockflöten aller Größen und Klangfarben ein breitgefächertes Programm ihres Repertoires aus siebenbürgischer Musik und zeitgenössischen Werken zusammengestellt. Die Sopranistin Mihaela Maxim sorgte mit ihrer präsenten vollen Stimme und einer begleitenden Percussion von Trommel und Schellen für ein breites Klangspektrum, die die Konzertzuhörer in ihren Bann zogen. Zu Beginn gregorianischer Gesang von John Dunstables lateinischen „Ave maria stella“ weiter über die solistischen Flötentöne bei Adrian Willaerts „Ricercare I“ bis hin zu dem an orientalische Notensetzungen erinnernde „Misserlou“, ein traditioneller jüdischer Tanz, waren zu hören. „Transsylvanian Dances“, und ein altes rumänische Lied und Tanz „Mititica“, beide speziell arrangiert von Ensemble-Leiter Zoltán Majó, zeigten die musikalischen rumänischen Wurzeln von Flauto Dolce auf. Nach einer Stunde gab es nach diesem außergewöhnlichen musikalischen Gastspiel viel Applaus für die Musiker und die Solistin aus Siebenbürgen.

Text: Roger Schmidt

Orgel+ Konzert mit "Flauto Dolce" am 17.4.2009



Gospelchorkonzert am 14.03.2009

Gospelkonzert von Joyful Voices:
Gesang zu Ehren Gottes begeisterte in der Christuskirche

„Celebrate! – Feiert!“ klang es mit begeisterten Stimmen am Samstagabend, 16. März 2009, in der Christuskirche in Watzenborn-Steinberg. Grund war das Konzert vom Gospelchor „Joyful Voices“, der mit internationaler Kirchenmusik am Samstagabend 200 Konzertbesucher in ihren Bann zog. Sie waren der Einladung zum Konzert des gemischten Gospelchores unter dem Motto „A song for my Lord – Gospel around der world“ der evangelischen Kirchengemeinde in den Pohlheimer Stadtteil gefolgt. Sie wurden von der Begeisterung der 24 Sängerinnen und Sänger um ihre musikalische Leiterin, der Kantorin Yoerang Kim-Bachmann, angesteckt.

Neben der Kantorin am Klavier sorgten am Bass Peter Herrmann und am Schlagzeug Markus Leuckel für den nötigen instrumentalen Rhythmus und Takt. Für die richtige Akustik war in der Technik Andreas Dieruff zuständig. Aus dem großen Repertoire der englischsprachigen Gospelmusik, die einstmals ihren Ursprung in afroamerikanischen Kirchengemeinden hatte, hatte sich der Chor ein kurzweilliges und publikumswirksames Programm zusammengestellt. Immer mit der zentralen kirchlichen Botschaft des Lob und Preis zur Ehren Christi in eingängigen Melodien verpackt, die das Publikum zum Mitsingen und Mitklatschen animierten. So war nach der Begrüßung durch Chorsprecher Uwe Weissenberg und dem Titel „Born again - Wiedergeboren“ die 18 Frauen und sechs Männer keine Aufregung mehr anzumerken. Und so reihte sich von dem Titel „Eternal Sunshine – Ewiger Sonnenschein“, den afrikanischen Gospel „Sana, sanina, praise the Lord – Ehre sei Gott in der Höhe, preist den Herrn“ über das „Joseph Medley“ aus dem gleichnamigen Musical bis hin zum Abschlusslied „Wade in the Water“ das an Israels Durchzug durch den Jordan handelt, Gospelhit an Gospelhit. Mit dem Zugabentitel „Your Love“ verabschiedeten sich Chor, Musiker und Kantorin, von denen jeder auch noch als Dankeschön eine Rose erhielt, von den begeistert applaudierenden Konzertbesuchern. In den Schwangerschaftsurlaub verabschiedet wurde damit auch Yoerang Kim-Bachmann, die ab 1. April von dem in Deutschlang lebenden Koreaner Eun-Sup Jang in ihrer musikalischen Arbeit in der Kirchengemeinde bis Mitte nächsten Jahres vertreten werden wird. Neue Sängerinnen und Sänger sind in dem Chor immer willkommen, sprach Weissenberg nochmals eine Einladung aus. Am Donnerstag, 2. April geht’s mit den Proben wieder los. Informationen gibt es telefonisch unter 0174/7111929 oder im Internet unter www.joyfulvoices-pohlheim.de.

Text: Roger Schmidt



Gospelchorkonzert am 14.3.2009



Orgel+ Konzert am 6.2.2009

Koreanische Konzertorganistin überzeugte mit musikalischer Gottesbotschaft

Mit dem Echo der Orgelpfeifen in dem Stück „Fantasia 4“ des Komponisten Jan Pieterzoon Sweelinck eröffnete die koreanische Konzertorganistin Ka Young Lee am Freitagabend ihren Gastauftritt in der Christuskirche. Im Rahmen der Konzertreihe „Orgel+“ war Lee nach Watzenborn-Steinberg gekommen. Mit der ihr von Gott gegebenen glücklichen Gabe des Orgelspiels, wolle sie die Menschen erfreuen, sagte sie vor Beginn des Konzertes. Dies sei ihre Inspiration.

Vor fünf Jahren kam die 29-jährige verheiratete Lee nach Deutschland, um ihr Orgelspiel an der Musikhochschule Saarbrücken bei Professor Wolfgang Rübsam und an der Kirchenmusikhochschule Heidelberg bei Professor Martin Sander zu perfektionieren. Nationale und internationale Orgelwettbewerben, wie 2008 in Kanada, mit hervorragenden Platzierungen, waren dann auch dokumentierte Zeugnisse dieser Leistungsentwicklung, die die junge Organistin auch im lebendigen Spiel in der Christuskirche bewies. Nach gelungen musikalischen Auftakt zeigte die Koreanerin bei Kompositionen von Dietrich Buxtehude, Johann Sebastian Bach, Nicolaus Bruhns, August Gottfried Ritte, Max Baumann und am Ende des Konzerts von Olivier Messiaen die Virtuosität und Bandbreite ihres erstklassigen Orgelspiels zu Gottes Ehren auf. Viel Beifall der fachkundigen Konzertbesucher war dann auch Lohn für ein schönes Orgelkonzert. Das nächste Orgel+-Konzert kündigte Kantorin Yoerang Kim-Bachmann für Freitag, 17. April an. Dann ist das rumänische Flauto Dolce Ensemble mit Kammermusik zu hören und zu sehen.

Text: Roger Schmidt



Mitarbeiterdankeabend am 25.1.2009

Mitarbeiterdankabend der evangelischen Kirchengemeinde:
Ehrenamtliche Helfer sind Schätze der Kirche

161 ehrenamtliche Mitarbeiter unterstützen die evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg in der täglichen Arbeit. Als Dankeschön waren alle diese fleißigen Helfer zu dem alljährlich stattfindenden Mitarbeiterdankabend am Sonntag in das Thomashaus eingeladen worden. Mehr als 90 von ihnen waren der Einladung gefolgt. So viele, wie noch nie zuvor. So waren auch die beiden Pfarrer Jutta Hofmann-Weiß und Alexander Klein und der Kirchenvorsteher Kurt Binz über die große Resonanz hoch erfreut. Mit einem großen Buffet, das teilweise von den Gemeindemitgliedern selbst gespendet worden war, Getränken und einem abwechslungsreichen Programm mit christlicher Musik am Klavier begleitet von Damaris Keller, einem Sketch, unterhaltsamen Mitmachspielen und einem Bilderrückblick auf die Aktivitäten im vergangenen Kirchenjahr in der Gemeinde verlebten die Mitarbeiter einen kurzweiligen Abend. Die gelöste Stimmung und die vielen Aktivitäten spiegelte eine gute Atmosphäre innerhalb der mehr 3.800 evangelischen Christen zählenden Kirchengemeinde wieder.

Begrüßt wurden die ehrenamtlichen Kirchenhelfer durch Kirchenvorsteher Kurt Binz, der stellvertretend Dankesworte für die Arbeit für Kirche und Gott von Kirchenvorstand und den anwesenden Pfarrern Jutta Hofmann-Weiß und Alexander Klein übermittelte. Jeder einzelne Frau und Mann die dabei helfe, sei wichtig für die Kirche und ihre Gemeindemitglieder, sagte Binz. Begrüßen konnte er dabei auch Pfarrerin Sybille Lenz, die einige Monate Vertretungsweise in der Gemeinde positive Akzente gesetzt hatte. Er erinnerte an die bevorstehenden Kirchenvorstandswahlen und rief zum Mitmachen und Wählen gehen auf. Jutta Hofmann-Weiß, als Krankenschwester und Alexander Klein als Senior Herr Broddler spielten dann in einem Sketsch zum Thema einer sich wandelnden Kirche, hin zu einer offenen, farbigen Kirche, deren Mitglieder optimistisch in die Zukunft blicken. So dankte auch im Anschluss Pfarrer Klein in dankbaren Worten für die viele investierte Zeit und Kreativität der Helfer in die Gemeindearbeit für die Menschen und um die Botschaft Jesus-Christus weiterzugeben. Er zitierte den Gemeindeleitspruch „Wir sind hier um die gute Nachricht von der Liebe Gottes in Zuversicht und Dankbarkeit zu leben und als einladende Gemeinde weiterzugeben.“ Er bezeichnete die ehrenamtlichen Mitarbeiter als großen Schatz. Ohne sie, wäre eine bunte Gemeindearbeit alleine für die Pfarrer nicht zu schaffen, so Klein weiter und lobte das beispielgebende Miteinander von Alt und Jung. Pfarrerin Jutta Hofmann-Weiß erinnerte an die sieben barmherzigen Werke von Elisabeth von Thüringen, die als Sinnbild für tätige Nächstenliebe in Marburg vor 800 Jahren für die Armen und Kranken ihr Werk verrichtete. Dieser Leitfaden mit den Punkten des dazu zu gehören, dem zu zuhören, dem übereinander gut reden, dem miteinander ein Stück zu gehen, dem Teilen, dem Besuchen und dem Beten für den anderen, sei auch heute wie damals in der Gemeindearbeit aktuell. Gemeindemitglied Adelheid Wehrenfennig hatte als folgende gemeinsame Aktion an diesem Abend die Aufgabe gestellt sein gegenüber zu zeichnen. Als Gesamtwerk wurden dann die Bilder zusammengefügt, dass als Resultat ein buntes Abbild der Menschen innerhalb der Gemeinde ergab. In dem von Alexander Klein zusammengestellten Bilderrückblick auf das vergangene Jahr wurde an die vielfältigen Arbeiten in den Gruppen und Kreisen erinnert. Limabasar, Laternenumzug, Mundartgottesdienst, Gemeindetreff, Kinderbibelwoche, Jugendfreizeit in den Niederlanden, das Gospelkonzert, die Aktion „Offene Kirche“ mit der Hochzeitsbilderausstellung, dem Sponsorenlauf für den Aufzug, der Einführung von Pfarrerin Hofmann-Weiß sowie der Verabschiedung von Pfarrerin Sybille Lenz gehörten genauso dazu, wie die Erinnerung an das im vergangenen Jahr verstorbene Kirchenvorstandsmitglied Erika Deppe. Zum Ende waren dann nochmals alle Besucher des Abends von Martha Krug aufgefordert, beim lustigen Mitmachspiel „Vereinsausflug“ mitzumachen. Einig war man sich nach dem Segen durch Pfarrer Klein, dass es ein schöner Abend war und das man weiter in so einer bunten und offenen Kirchengemeinde aktiv sein will.

Text: Roger Schmidt



Orgel+ Konzert am 2.1.2009

Orgel+ zum Neujahrsstart mit Überraschungsgast Bariton Andreas Czerney

Zum Neujahrsstart gab es in der Christuskirche in Watzenborn-Steinberg gleich die erste kirchenmusikalische Überraschung in der Konzertreihe „Orgel+“. Der bekannte Bariton Andreas Czerney, der bereits im November 2007 bei der Aufführung von Mendelssohn-Bartholdys „Elias“ mit dem Kirchenchor in Watzenborn-Steinberg als Solist brillierte und gefeiert worden war, war auf Einladung zu Kantorin Yoerang Kim-Bachmann für den angekündigten aber kurzfristig erkrankten Organisten Torsten Laux und dessen Gesangssolistin Andrea Graff, gerne gekommen und erfreute die 90 Zuhörer mit deutschen und englischen Weihnachtsliedern. Kim-Bachmann bedankte sich so auch recht herzlich bei dem Gesangsolisten, der erst am Nachmittag von ihr angefragt worden war und spontan zusagte. So improvisierten die beiden Musiker kurzfristig ein außergewöhnliches Programm was sich hören lassen konnte und bestens bei den Konzertbesuchern ankam. Kim-Bachmann eröffnete an der Orgel mit Bachs „Toccata, Adagio und Fuge“ den musikalischen Reigen. Es folgte das „Präludium in E“ von Vincent Lübeck. Mit dem Klangkörper seiner Stimme trug Bariton Czerney, begleitet im Klavier von Kim-Bachmann, dann Peter Cornelius „Weihnachtslieder op.8“ vor. Die Stücke „Christbaum“, „Die Hirten“ bis hin zum „Christkind“ erinnerten an die Geburt Jesu in den Tagen kurz vor dem Festtag Epiphanias (Erscheinung des Herrn) am 6. Januar. Kim-Bachmann wechselte dann wieder an die Orgel und brachte Bachs „Concerto“ und die Orgel-Komposition „Sortie“ des französischen Organisten Louis James Alfred Lefébure-Wely zu gehör. Nach den englischen Christmas Songs wurden der Gesangssolist Andreas Czerney als auch die Instrumentalistin Yoerang Kim-Bachmann mit viel Beifall bei dem Orgel+ - Neujahrskonzert verabschiedet. Die beiden verhinderten Düsseldorfer Musiker Torsten Laux und Andrea Graff werden ihren Auftritt in der Christuskirche noch in diesem Jahr nachholen, kündigte die Kantorin noch an.
Text: Roger Schmidt



Laternenumzug der Mutter-Kind-Kreise am 13.11.2008



Mundartgottesdienst am 26.10.2008

Für einen Bayern oder Nordrhein-Westfalen ist Hessisch Platt eine exotische Sprache mit sieben Siegeln, für einen echten Hessen ist es die schönste Mundart dieser Welt. Viele Freunde des hessischen Gebabbels zudem auch noch evangelische Christen waren zu einem der besten und eifrigsten Freunde und Verfechter dieser einzigartigen deutschen Mundart, dem Kirchenmann Pfarrer i.R. Robert Kraft nach Watzenborn-Steinberg in die Christuskirche gekommen. Mit seinen Mundartpredigten war der heute in Zornheim bei Mainz lebende Kraft, der in jungen Jahren in Watzenborn-Steinberg und Leihgestern einen Teil seines Lebens verbrachte und aufwuchs, bereits in den Jahren zuvor bestens mit seinen Mundartpredigten bekannt geworden. Bereits 2004 war er in der Christuskirche zu Gast. Vier Jahre später kam der 75-jährige Pfarrer gerne wieder auf Einladung der evangelischen Kirchengemeinde und auf Initiative des Ortsbezirks Watzenborn-Steinberg der Heimatvereinigung Schiffenberg in den Pohlheimer Stadtteil seines Elternhauses am Kreuzplatz. Mit den Worten „Das de nett vergisst, wo de her kimmst“ war im damals eine Trachtenpuppe geschenkt worden, erzählte Kraft während seiner Mundartpredigt. Und er hatte es nicht vergessen, wie er zugab. Als äußeres Zeichen seiner tiefen Verbundenheit mit seiner hessischen Heimatregion Oberhessen hatte er die Puppe wieder mitgebracht.

Zudem war auch hoher Kirchenbesuch, mit dem aus Lich stammenden Präses der Synode der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau, Prof. Dr. Karl Heinrich Schäfer sowie mit dem Theologischen Referenten der Kirchensynode Pfarrer Dr. Lothar Triebel zu diesem nicht alltäglichen Gottesdienst gekommen. Die Gesamtleitung des Gottesdienstes oblag Gemeindepfarrerin Jutta Hofmann-Weiß. Die Schriftlesung nahm Marie Kolmer in einer traditionellen Tracht und auf Oberhessisch vor. Bereits der Einzug der beiden Pfarrer Kraft und Hofmann-Weiß war von den Mitgliedern der Heimatvereinigung mit wertvoll bestickten Trachten aus der Region begleitet worden, die in den ersten Reihen Predigt und Liturgie in hessischer Mundart verfolgten. Er dankte Hannelore Schmandt von der Heimatvereinigung für die Organisation. Kraft hatte auf Wunsch der Heimatvereinigung die Jahreslosung als Leitspruch seiner Predigt ausgesucht. „Jesusche schwetzt: Eich lewe und ihr sold ach lewe“, ins Hochdeutsche übersetzt also „Jesus spricht: Ich lebe und auch ihr sollt leben.“. Es erzählte von den Vieln (Vögel) und den Viechern (Tiere). Auf die Frage nach dem „Lewe“ hat er die Antwort: „Des Lew eis das was sich draus entwickelt.“ Fragt man Menschen, so seine Beobachtung sind die „immer geschafft“. Zum Thema Orientierungslosigkeit in der Gesellschaft: „Veil Loid wisse net wu se hi wolle.“ Er erinnerte daran, dass die „Hecke“, gemeint waren die Leihgesterner in den früheren Jahrzehnten schon immer neidisch auf die Watzenborn-Steinberger waren, halt wegen besserem Fußball und Gesang, schmunzelte der aus Leihgestern stammende Kraft. An sein Elternhaus am Kreuzplatz in Watzenborn-Steinberg verband er auch einige schicksalhafte Erinnerungen. Sein Opa 1894 mit Sohn nach Amerika ausgewandert, wollte Frau und vier Töchter nachholen. Nach dem frühen Tod seiner Frau musste dieser zurückkehren, um die Töchter zu versorgen. In Amerika verstarb derweil sein Sohn. So blieb der Rest der Familie in Deutschland. Robert Kraft wurde dann als Sohn der jüngsten Tochter seines Opas geboren. „Froier war als alles aners aber net besser.“, so Krafts Botschaft an die Gemeinde. Das es allgemein keine „gute alte Zeit“ gab verdeutlichte er mit den knappen hessischen Worten „Die goad old Zeit goabs net.“. Dies habe alles mit Sterben und Auferstehung zu tun, erläuterte Kraft und schloss seine Predigt. Am Ende des Gottesdienstes überbrachte Präses Schäfer noch auf „Platt“ Grußworte. „Man kann auch in hochdeutsch sehr unverständlich predigen. Wenn man das Evangelium im ortsüblichen „Platt“ verkündet, macht man exemplarisch deutlich, dass man die Menschen erreichen will.“ lobte er die Traditionen wahrenden Aktivitäten von Pfarrer Kraft für die Volkskirche und die der Heimatvereinigung Schiffenberg. Mit ihm als gebürtigen Licher sowie dem neuen Kirchenpräsidenten aus Schlitz im Vogelsberg sei Oberhessen in Darmstadt gut vertreten. Bei dem sich anschließenden Empfang in der Pohlheimer Heimatstube in der Ludwigstraße richtete der Vorsitzende des Ortsvereins Watzenborn-Steinberg der Heimatvereinigung Schiffenberg, Worte des Dankes an Gastpfarrer Robert Kraft und alle Organisatoren.
Text: Roger Schmidt





Gemeindetreff am 19.10.2008

Gemeindetreff: Theologin kritisierte Vergöttlichung von Markt und Medien

Gastreferentin des Gemeindetreffs am Sonntagabend im Thomashaus in Watzenborn-Steinberg war die Theologin Prof. Dr. Friedel Kriechbaum. 40 Zuhörer waren der Einladung der evangelischen Christuskirchengemeinde gefolgt und wollten unter dem Titel „Unsere Zukunft: Visionen, Katastrophen, Hoffnungen“ hören was die Referentin dazu zu sagen hatte. Moderiert von Peter Martenstein setzte sich die Theologin nach dem von Gemeindemitgliedern selbst gespendeten gemeinsamen Abendessen mit der Offenbarung des Johannes, dem „Buch der Katastrophen und Visionen“, auseinander und schlug letztlich die Brücke zur Gegenwart, denn die Angst vor der Zukunft hat auch zurzeit Konjunktur. An Hand der Kapitel sechs und 21 der Offenbarung des Johannes deckte sie die verhüllte und symbolische Sprache der Bibel auf, welche die damalige Situation aus der Sicht der Unterdrückten und Machtlosen beschreibt. Dem Verfasser Johannes ging dabei darum, die damals vorherrschenden Umstände aufzudecken, zu enthüllen und letztlich Widerstand gegen das Regime zu leisten. Auf diese Weise wollte er den Menschen auf der einen Seite Hoffnung geben und auf der anderen Seite zum Widerstand aufrufen, erläuterte Kriechbaum. Dem Ende dieser Zeit der Unterdrückung und der Furcht der mächtigen Herrscher wird hier positiv entgegengeblickt, erläuterte sie die Bibelbeschreibungen mit der Hoffnung, dass Gott durch seine Gegenwart und Wohlergehen eine neue Welt erschafft, in der ein friedliches Miteinander möglich ist. In dem zweiten Teil ihres Vortrags ging die Referentin auf die Frage ein: „Wenn damals der Kaiser als Gott verehrt wollte, was wird in unserer gegenwärtigen Zeit vergöttlicht?“ Eine Antwort darauf findet sich ihrer Meinung nach in unserer Zeit der Globalisierung in der Vergöttlichung des Marktes. Konkurrenz und Streit werden heutzutage nicht mehr nur in den Religionen ausgetragen, sondern auf weltweiter marktwirtschaftlicher Ebene und diese fordere zu viele Opfer. Als weiteres Beispiel nannte sie die heutige Medienwelt, die eine Art Großreligion bilde und sich damit eine eigene Welt schaffe. Dabei war Frau Dr. Kriechbaum wichtig, dass sich die Christen einer zu einfach gedachten Schwarz-Weiß-Malerei der Verhältnisse enthalten müssen, da sie alle in diese Lebenswirklichkeiten verwickelt seien. Aber die Vision einer friedvollen Erde, wie sie schon in der Offenbarung beschrieben wird, öffnet uns alle immer wieder die Augen für das Elend der Menschen, schloss sie. Anschließend nutzten die Zuhörer die Möglichkeit Fragen an die Referentin zu stellen.
Text: Roger Schmidt





Gemeindefest am 3. August 2008

Bereits am Morgen herrschte in der Christuskirche eine erwartungsfrohe
Stimmung, denn im Mittelpunkt des Gottesdienstes standen nochmals die Arbeiten, Erlebnisse und Erfahrungen der 162 teilnehmenden Kinder in der vorausgegangenen Kinderbibelwoche der Gemeinde. Szenen aus dem Theaterstück "Der verlorene Sohn" und Lieder aus einem gleichnamigen Musical, die Kantorin Yoerang Kim-Bachmann mit einer Kindergruppe eingeübt
hatte, ergänzten sich. In einer Bilderschau wurden Bilder der Kinder aus den vergangenen Tagen gezeigt. Gemeinsam wurde gebetet und gesungen. Ein besonderer Dank wurde Pfarrer Alexander Klein und seiner Frau Sandra Klein im Gottesdienst für ihr Engagement ausgesprochen.
Es war ein beeindruckendes Erlebnis für die Kinder und die MitarbeiterInnen, das bei aller Anstrengung allen große Freude gemacht hat, Beziehungen in der
Gemeinde und den Glauben gestärkt hat.
Beim sich anschießenden Gemeindefest konnten sich die Familien bei Würstchen und Steaks vom Grill stärken. Von den Gemeindemitgliedern gespendeter
Kuchen wurde verkauft und Kaffee wurde ausgeschenkt. Da war viel Zeit zum gemeinsam feiern. Währenddessen erlebten die Kinder im so genannten "Schweineparcours" sieben spannende und lustige Spiele.
Pfarrer Alexander Klein hatte so auch viel Lob für die fleißigen Kinder sowie die vielen ehrenamtlichen Helfer des Gemeindefestes und der zurückliegenden
Kinderbibelwoche übrig. Am Abend endete das Sommerfest, so wie es begonnen hatte, mit Sonnenschein und guter Stimmung.

Text: Roger Schmidt



Kinderbibelwoche vom 29.7.-3.8.2008

Die Rekordteilnehmerzahl von 162 Kindern nahm begeistert an unserer Kinderbibelwoche teil. Von Dienstag bis Freitag nachmittags trafen sich alle, um gemeinsam zu singen, zu spielen und zu beten. Aufgrund der vielen Kinder fand das mittägliche gemeinsame Plenum zum Beginn des Nachmittags und
zum Abschluss erstmals in der umgestalteten Christuskirche statt, weil das Thomashaus nicht für alle Kinder genügend Platz bot. 76 Mitarbeiter im Alter von 15 bis zu über 70 Jahren um die Hauptorganisatoren Pfarrer Alexander Klein und seine Frau Sandra Klein sorgten dafür, dass alles reibungslos ablief und die Kinder gut betreut wurden. In diesem Jahr stand das Gleichnis "Der verlorene
Sohn" aus dem Lukasevangelium im Mittelpunkt der vier Tage. Die Mitarbeiterinnen Adelheid und Anke Wehrenfennig, sowie unsere FSJ-Praktikantin Elli Leufkens hatten dieses Gleichnis in ein spannendes
Theaterstück umgeschrieben und jeden Tag erfuhren die Kinder die Fortsetzung der Geschichte, die als Gleichnis für die barmherzige Liebe Gottes steht. Das bis ins Detail liebevoll vorbereitete Theaterstück mit tollen engagierten Leistungen der Laienschauspieler wurde von den Kindern mit großer Spannung verfolgt und fand auch unter der Elternschaft von Tag zu Tag mehr Zuschauer.
In altersgerechten Kleingruppen wurde danach kreativ gebastelt und gespielt.
So stellten die Kinder Musikinstrumente, Bilderbücher, rosa Schweine, Riesenpapphäuser und vieles andere her. Für die älteren Kinder gab es einen Kibiwo-Zeitungs-Workshop. Langeweile kam so nie auf und auch für die Pausenversorgung der hungrigen und durstigen KiBiWo-Teilnehmer wurde vom Kibiwo-Küchenteam bestens gesorgt. Musikalisch sorgte Kantorin Yoerang Kim-Bachmann dafür, dass die Kinder mit viel Spaß und Hingabe immer mehr
die richtigen Töne trafen. Am Sonntag endete die Kinderbibelwoche mit einem
großen Sommerfest.
Text: Roger Schmidt


Weitere Bilder+Berichte in der Rubrik: Rückschau



Jugendfreizeit in den Niederlanden, 23.-30.6.2008

Es ist Montag der 23. Juni 2008. Auf der Mockswiese tummeln sich 16 Jugendliche im Alter von 14- 17 Jahren. Die Sonne lacht, der Bus steht bereit und die Fahrräder werden geladen. Es geht für eine Woche nach Steevensbeck in den Niederlanden; einem kleinen,gemütlichen Ort ganz in der Nähe eines Sees, von dem allerdings keiner weiß, wie er heißt. Eine Woche Sommer, Sonne, Sonnenschein stehen bevor und dazu eine ordentliche Portion Gemeinschaft. Denn das Thema der Freizeit ist: "Hand in Hand". Neben Bibelarbeiten zum Thema, in denen es um das Leben in Gemeinschaft mit Gott und anderen Menschen geht, kommt auch der Praxisbezug
nicht zu kurz. Ob beim Fahrradfahren, Strandausflug, Ballspielen oder wilden Geländespielen, es gilt immer: "Einer für alle und alle für einen!" So wird zusammen
gekocht, gelacht und natürlich auch die Fußballspiele der Europameisterschaft verfolgt. Dabei wir eine wichtige Erfahrung gemacht, dass zusammen feiern und zusammen weinen manchmal dicht beieinander liegen. Um das Ganze zu verarbeiten
wird der Kreativität daneben natürlich freier Raum gelassen, die sich ja angeblich erst in einer Gemeinschaft richtig entfaltet. So werden beispielsweise bei einem
netten Karaokeabend die Popstars von morgen entdeckt und beim Plakate malen ein paar neue Van Goghs. Auch gefilmt wird jede Menge und hier und da findet sogar
das ein oder andere Fotoshooting statt. Bei all dem Trubel tut es allerdings auch gut immer mal wieder zur Ruhe zu kommen und durchzuatmen. Dazu dienen besinnliche
Morgen- und Abendabschlüsse mit Kerzenschein, ruhiger Musik und ermutigenden
Worten. Besonders der von den Jugendlichen selbstgestaltete Gottesdienst mit Abendmahl macht uns nochmal neu bewusst, wie wichtig die Beziehung zu Gott und den Mitmenschen. So kehren wir zurück nach einer guten und gesegneten Woche. Wir sind alle dankbar, dass wir sie Hand in Hand erleben durften.
Textl Leufkens

Als Mitarbeitende waren mit: Ann-Kristin Götz, Elly Leufkens, Christian Jung und Pfarrer Alexander Klein



Gospelchorkonzert am 15.6.2008

Joyful Voices präsentierte Gospelhighlights beim Konzert in St. Martin

Gottes Botschaft verpackt in flotten Rhythmen und Liedern gepaart mit strahlenden Gesichtern im Zusammenspiel mit Bewegung und vielen Emotionen konnte man am Sonntagabend beim Konzert des Gospelchores „Joyful Voices“ der Evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg in der katholischen St. Martin-Kirche erleben. Vor 250 mitsingenden und mitklatschenden Zuhörern hatten sich die 30 Sängerinnen und Sänger um ihre Chorleiterin, Kantorin Yoerang Kim-Bachmann, das Beste aus den Gospelmusicals „Jesus Christ Superstar“, „Joseph“ und „Sister Act“ sowie mit Ohrwürmern aus dem englischsprachigen Gospelgenre ausgesucht und damit den Geschmack der Zuhörer getroffen. Die bekannten und eingängigen Melodien wurden instrumental von Markus Leukel (Schlagzeug), Peter Hermann (Bass) und Kim-Bachmann (Keyboard) musikalisch begleitet.

Chorsprecher Uwe Weissenberg freute sich in seiner Begrüßung über die vielen Konzertbesucher die gekommen waren. Dank ging auch an die gastgebende katholische Kirchengemeinde, die das Konzert in ihrer St. Martin-Kirche ermöglicht hatte. Die Sängerinnen mit blauen, weißen und gelben Schals, die Sänger in farbigen Hemden hatten sich mit dem Medley aus dem christlichen Musical „Jesus Christ Superstar“ gleich zu Beginn keinen besseren Start für das Konzert wünschen können. „Heaven on their minds“, „I don`t know how to love him“ und dem Welthit „Superstar“ erhielten sie beim Publikum begeisterten Beifall. Die musikalisch vertonte Geschichte von „Joseph“ schloss sich mit bekannten Titeln an. „I will follow him“, „Oh happy day“ und „Joyful, Joyful“ aus dem Musical und gleichnamigen Kinoerfolg “Sister Act” mit Whoopy Goldberg schloss sich der chorische Bogen von Musical-Medleys. Im zweiten Programmteil hieß es „Gospel and more“. Hier wurde auch das Publikum gefordert. Mitklatschen und Mitsingen war angesagt. Gerne folgte man dieser Aufforderung der Chorleiterin Yoerang Kim-Bachmann. Und so folgte vom Chor „Joyful Voices“ Hit auf Hit aus der Gospelwelt interpretiert im Zusammenspiel mit Solisten und Solistinnen. „Siyahamba“, „Soon and very soon“, Freedom is coming“, „May the Lord send angels“, das „Calypso allelu“, “We believe”, “Eternal sunshine”, “On the cross of calvary”, “Born again” und “Celebrate” ein Chorpotpourri beliebter und immer wieder gern gehörter christlicher Chorstücken aus der Welt der Gospel und Spirituals. Am Ende des 90-minütigen Konzertes gab es noch einmal begeisternden Beifall des Publikums. Die Zugabe wurde gerne von den Sängerinnen und Sängern von „Joyful Voices“ gegeben. Uwe Weissenberg sprach eine Einladung für interessierte Musikfreunde zum mitmachen beim nächsten Joyful-Voices-Projekt aus, das nach den Sommerferien starten wird. Immer donnerstags probt der Chor um 20 Uhr im Thomashaus. Schon am kommenden Sonntag um 10 Uhr ist der Gospelchor beim Familiengottesdienst in der Christuskirche wieder zu hören, warb er. Informationen gibt’s bei ihm persönlich unter Telefon 0174/71 11 929.
Text: Roger Schmidt





Ausstellung in der "Offenen Kirche", 10.6.2008

Aktion „Offene Kirche“ in der Christuskirche
Ausstellung historischer Hochzeitsfotos ab Samstag zu sehen

Historische Hochzeitsfotos aus dem letzen Jahrhundert sind ab Samstag, 14. Juni in der Christuskirche Watzenborn-Steinberg zu sehen. Im Rahmen der zum vierten Mal stattfindenden Aktion „Offene Kirche“ der evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg stellten am Mittwoch Pfarrer Alexander Klein mit den Organisatoren der Ausstellung, Erhard und Ursula Burger sowie Günter Wehrenfennig, die Ausstellung unter dem Titel „Hochzeiten im Wandel der Zeit“ mit Bildern Watzenborn-Steinberger Brautpaare vor. Jeweils donnerstags, samstags und sonntags steht die Christuskirche in der Kirchstraße von 15 bis 18 Uhr bis zum 14. September den Besuchern offen, die sich dann die 135 Bilder aus den Jahren von 1901 bis 1951 und einiger aus jüngerer Vergangenheit in Ruhe anschauen können. Die Aktion "Offene Kirche" ist ebenfalls eine gute Gelegenheit, zur inneren Ruhe zu kommen und sich Zeit für eine persönliche Andacht zu nehmen, warb Pfarrer Alexander Klein. Die Ausstellung kann auch vor und nach den Gottesdiensten besichtigt werden.

Die Idee zu der aktuellen Hochzeitsbilder-Ausstellung kam dem Ehepaar Burger und Günter Wehrenfennig nach dem Erfolg der Fotoausstellungen anlässlich „50 Jahre Christuskirche“ im Jahr 2005 und den historischen Konfirmanden-Bilderausstellung im Jahr 2006 in der Kirche. Sechs Monate benötigten die drei Fotofreunde um die Bilder von den Gemeindemitgliedern einzusammeln, zu sichten, zu kopieren und zu sortieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, so wurden auch die Bilder aus den Jahren 1901 bis 1951 alle komplett digital überarbeitet und sind in neuem Glanz zu sehen. Insgesamt 130 Bilder sind an den Schautafeln chronologisch vom Beginn des 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart zu sehen. Interessant zu beobachten, wie sich die Brautmode entwickelte. Schleier, mal schlicht in weiß, mal hoch gesteckt und mit Blumen und Perlen besetzt zeugen vom Wandel der Brautmode. Grimmige, ernste Gesichter beim Fotografieren wechselten im Verlauf der Zeiten hin zum verliebten Lächeln der Paare. Statussymbole auf den Bildern, wie ein Opel P 4 aus dem Jahr 1935 zeugen von zunehmendem Wohlstand auch in der mittelhessischen Gemeinde. Aber auch das Leid der Frischvermählten hinter den Bildern von Kriegstrauungen im 1. und 2. Weltkrieg mit Bräutigamen in Uniform kann man erahnen, erzählen sie doch ungeschriebene Geschichten von Trennung und Trauer. Oft sind auch ganze Hochzeitsgesellschaften zu sehen. Hochzeitsbilder, darunter auch in Farbe, von vier Watzenborn-Steinberger Generationen, wie Familie Schmandt und Philipp sind auf einer Schautafel bebildert. Auch auswärtige Kirchenvorstandsmitglieder sind mit einigen Bildern im Rahmen der Fotoausstellung zu sehen. Pfarrer Klein dankte im Rahmen der Vorstellung der Ausstellung den Organisatoren für die liebevolle Arbeit bei der Vorbereitung und den Gemeindemitgliedern für die zur Verfügung gestellten historischen Fotos. Die evangelische Kirchengemeinde lädt die Bürgerinnen und Bürger recht herzlich in die Christuskirche ein. Der Eintritt ist frei.
Text: Roger Schmidt



Jugendgottesdienst am 8.6.2008

Jugendgottesdienst zum Thema „Mobbing“ in der Christuskirche

Trotz laufender Fußball-Europameisterschaft waren 100 Jugendliche und zahlreiche Erwachsene am späten Sonntagnachmittag zum 2. Jugendgottesdienst in die Christuskirche nach Watzenborn-Steinberg gekommen. Die Jugendlichen aus den Pohlheimer evangelischen Gemeinden Garbenteich, Hausen und Watzenborn-Steinberg, darunter die neuen Konfirmanden, wollten hören und sehen was ihre 13 Altersgenossen mit dem Biebertaler Gemeindepädagogen Christoph Schäufler sowie der Pfarrerin Christine Specht und Pfarrer Alexander Klein in einem Seminar zum Thema „Mobbing und Selbstwertgefühl“ erarbeitet hatten. Dass diese Themen speziell Jugendliche berühren und bewegen konnte man dann im Verlauf des von den Jugendlichen selbst gestalteten Gottesdienstes erleben. In alltäglichen Situationen wurden in drei Videosequenzen Beispiele von den jungen Christen gezeigt, die so oder so ähnlich sicher auf jedem Schulhof oder Jugendgruppe passieren können. Gewichtsprobleme, Magersucht, falsche Schönheitsideale, Gewalt, Ausgrenzung aus der Gruppe wurde von den Jugendlichen schauspielerisch gezeigt und dazu aufgefordert sich Treu zu bleiben, an sich zu Glauben und für Betroffene ein zustehen. Gott hält seine schützende Hand über jeden, so eine weitere Botschaft. Vor, nach und zwischen den Videoeinspielungen wurden zusammen gebetet, thematisch passende Popsongs gehört und selbst gesungen. Am Klavier begleitete Neil Valenta den Jugendgottesdienst. Mit Kreppbändern symbolisierten die Jugendlichen ihren Zusammenhalt in Gemeinschaft mit Gott, in dem sie sich verbanden. Am 28. September findet der dritte Jugendgottesdienst als Gemeinschaftsprojekt der drei Pohlheimer evangelischen Kirchengemeinden statt.
Text: Roger Schmidt





Sponsorenlauf für den Aufzug am 7.6.2008

Nur Sieger beim Sponsorenlauf für den Aufzug im Thomashaus
Rekordverdächtige Summe von 10.296,83 Euro wurde erzielt

Danke allen Läuferinnen und Läufern, die am 7. Juni 2008 am Sponsorenlauf teilgenommen haben! Herzlichen Dank auch allen Sponsoren, egal ob privat oder gewerblich, die unseren Sponsorenlauf zu einem vollen Erfolg gemacht haben. Stellvertretend für alle Sponsoren danken wir namentlich den beiden größten Spender: Den Firmen "MSC-Polymer AG" aus Staufenberg und der Fimra "interAir. Sport- und Incentive-Reisen" aus Watzenborn-Steinberg. Bedanken möchten wir uns ebenfalls bei der Stadt Pohlheim für die tolle Unterstützung und die Sperrung der Straße.

Insgesamt wurden 1321 400-Meter-Runden gedreht. Das ergibt eine Distanz von 528,4 km. Hierbei wurden 10.296,83 € an Sponsorengeldern erlaufen. Super! HERZLICHEN DANK!!!

Die redkordverdächtige Spendensumme von 10.296,83 Euro wurde am Samstag in der kurzen Zeit von nur vier Stunden von 61 Läuferinnen, Läufern, Walkerinnen und Walkern beim Sponsorenlauf für den bereits in Bau befindlichen Aufzug im Thomashaus der evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg erzielt. Um 13.30 Uhr startete Pohlheims Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer den Lauf der in einem Rundparcours am Thomashaus vorbei bis hin zum Hotel „Goldener Stern“ runde 400 Metern pro Runde verlief. Ingesamt wurden 1.321 Runden mit einer Gesamtdistanz von 528.4 Kilometern, einer Strecke bis weit hinter München, zurückgelegt, notierten die Organisatoren der Kirchengemeinde um Pfarrer Alexander Klein und Pfarrerin Jutta Hofmann-Weiß. Als „Super!“ bezeichnete Klein so auch die Beteilung bei Alt und Jung und deren Stimmung. So war von Charlotte Hucht mit 15 Monaten, im Bollerwagen von Opa Werner Becker gezogen, die jüngste Teilnehmerin bis hin zum reifen Alter von 71 Jahren alle Generationen vertreten. Versorgt wurden die Sponsorenläufer von vielen Helfern, darunter auch die neuen Konfirmanden des Jahrgangs, die auch bei Zeitnahme und Rundenkontrolle aktiv waren. Bananen und Wasser gab es beim Stopp für die Läufer, sodass jeder sein Ziel mal schneller, mal langsamer erreichte. Pfarrer Klein selbst lief in knapp vier Stunden die weiteste Entfernung mit der Marathondistanz von 42,195 Kilometern und drei Jugendliche liefen die Halbmarathondistanz von 21, 1 Kilometern. Angefeuert wurden die „Läufer für die gute Sache“ zusätzlich von den Anliegern in der gesperrten Straße „Zur Aue“. Am Kaffeebuffet wurde derweil von den Gemeindefrauen gespendeter und selbst gebackener Kuchen verkauft und es gab Würstchen und Erfrischungsgetränke rund um das Thomashaus für die Zuschauer. Kirchenvorstandsmitglied Stefan Schlegel massierte nach dem Lauf ermüdete Sportler ehrenamtlich. Bürgermeister Schäfer würdigte vor Ort in einer Stellungnahme die Initiative der Kirchengemeinde, die er gerne unterstütze. Sie fördere beispielgebend die Gemeinschaft der Menschen in der Stadt Pohlheim, lobte Schäfer. Pfarrer Klein bedankte sich ausdrücklich bei der Stadt Pohlheim für die Genehmigung der Straßensperrung, den privaten und gewerblichen Sponsoren, den zahlreichen Helfern und den Sportlern für die persönliche und finanzielle Unterstützung beim Mitmachen.
Text: Roger Schmidt



Sponsorenlauf am 7. Juni 2008



Engländer zu Besuch in der Gemeinde, 16.-18.5.2008

Britische Gäste wurden herzlich aufgenommen – Manche zum ersten Mal in Deutschland

Einige der Gäste aus der anglikanischen Kirchengemeinde St. Anselm aus dem Londoner Vorort Belmont betraten am Freitagvormittag am Frankfurter Flughafen erstmals deutschen Boden. Ziel der 14 christlichen Frauen und Männer unter Leitung ihres Pfarrers Ian Brady war die Stadt Pohlheim und dort speziell die evangelische Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg. Rund um die Christuskirche erlebten die Gäste von der britischen Insel deutsche Gastfreundschaft schätzen und verbrachten von Freitag bis Sonntag schöne Tage bei guten Freunden. Neben den geistlichen und persönlichen Austausch in den Watzenborn-Steinberger Gastfamilien aus der Gemeinde sowie mit Kirchenvorstand und Gemeindemitgliedern im Gemeindehaus und der Kirche besuchte man auch die touristischen Sehenswürdigkeiten in der mittelhessischen Umgebung der Stadt am Limes. Bereits 2006 hatten auf Vermittlung von Pfarrer Alexander Klein, der dort 2001 sein Spezial-Vikariat absolvierte, 46 Watzenborn-Steinberger Christen die anglikanische Gemeinde in Belmont besucht. Der aktuelle Gegenbesuch der englischen Gäste, zwei Jahre später, war nun Ausdruck und Ergebnis einer freundschaftlichen Verbindung, die damit nochmals vertieft wurde. Der britische Anglikanerpfarrer Brady übergab im Auftrag seiner Gemeinde als Dankeschön für die erlebte Gastfreundschaft am Sonntag während des Familiengottesdienst eine finanzielle Spende an Pfarrer Alexander Klein und Pfarrerin Jutta Hofmann-Weiß für den neuen Aufzug im Thomashaus und sagte seine Unterstützung für den geplanten Sponsorenlauf am 7. Juni zu.

Bereits am Freitagmorgen wurden die Gäste von der Insel von ihren Gastgebern am Frankfurter Flughafen abgeholt. Nach dem gemeinsamen Abendessen im Thomashaus stand am Nachmittag die Besichtigung vom UNESCO Weltkulturerbe Limes mit seinem Wachturm und dem mittelalterlichen Kloster Schiffenberg auf dem Tagesplan. In der „Alten Kirche“ traf man sich im weiteren Verlauf des Tages zu einer Abendandacht. Klaus Deppe vom „Förderverein zur Rettung der Alten Kirche“ informierte die englischen Gäste in diesem Rahmen auch ausführlich über die Geschichte der in den letzten Jahren frisch restaurierten Kirche. Am Samstag waren dann die Burg Münzenberg, das Kloster Arnsburg und die Stadt Lich Ziele des touristischen Programms von Gästen und Gastgebern bevor man sich nach der Abendandacht in der Christuskirche zu einem bunten Abend im Thomashaus traf. An diesem Abend der Begegnung zwischen den Mitgliedern der St. Anselm- und der Christuskirchengemeinde erinnerte man sich bei Bilderpräsentationen beider Gemeinde gerne an den Besuch im Jahr 2006. Gemeinsam wurden Kirchenlieder gesungen, es wurde gespielt, gebetet und viel geredet und gelacht. Eine Premiere dürfte beim Familiengottesdienst am folgenden Sonntagvormittag gewesen sein, dass der Gottesdienst sowohl auf Deutsch als auch in englischer Sprache fast simultan abgehalten wurde. Verständigungsschwierigkeiten gab es keine. So war auch das Gottesdienst-Motto „Feel the fire - Spüre das Feuer“, sowohl innerer wie auch äußerer Ausdruck von gemeinsam erlebtem Gottesglauben über Länder- und Gemeindegrenzen hinaus. Mit den Erlebnissen von Moses in der Bibel mit dem brennenden Busch, hatte Pfarrer Klein bewusst als Gleichnis dieses Gotteserlebnis in seiner Predigt ausgesucht. Der Anglikaner Ian Brady nutzte dabei als Bildnis einen Marathon-Lauf das er mit einem gemeinsamen Ziel am Horizont für alle Christen verglich. Beide Worte der Pfarrer verdeutlichten den Geist Gottes, der mit Macht, Wort und allen seinen Gaben zu den Menschen kommt. Nach dem Familiengottesdienst informierten sich die Gäste aus Belmont unter Führung von Reinhard Maid von der Heimatvereinigung Schiffenberg in den Ausstellungen der Pohlheimer Heimatstube über die Geschichte der Menschen und der Stadt am Limes. Vor dem Abschied am Nachmittag ging es noch zu einer gemeinsamen Grillfeier in den Pfarrgarten von Pfarrer Alexander Klein. Dort wurden vor dem abendlichen Heimflug nach London die schönen Tage in Pohlheim nochmals Revue betrachtet. Neben vielen neuen Impressionen für die Briten vertieften die Menschen beider Gemeinden ihre Freundschaften und gewannen sicherlich auch ganz neue Einsichten dies- und jenseits von Kontinent und Insel.
Text: Roger Schmidt


Gäste mit Gastgebern



Orgel+ Konzert am 2.5.2008

Orgel+: Südkoreanisches Orgelduo zu Gast in der Christuskirche

„2 Hände – 4 Hände“ war der Titel des Orgel+-Konzerts am Freitagabend in der Christuskirche. Mit dem südkoreanischen Organistenduo Min-Joo Yoo und Se-Young Kim waren die dazu passenden musikalischen Gäste in die Watzenborn-Steinberger evangelische Kirche gekommen. 60 Konzertbesucher ließen sich von den beiden Organisten in die Klangwelten berühmter Komponisten wie Bach, Mozart und Mendelssohn entführen. Gleich zu Beginn begrüßte die Kantorin Yoerang Kim-Bachmann zunächst ihre Landsleute und stellte diese vor. Das Ehepaar ist seit acht Jahren in Deutschland. Er, Se-Young Kim, erlernt zurzeit in Kassel bei der Firma Bosch den Orgelbau. Seine Partnerin an der Orgel und im Leben, in Hannover die hohe Schule der Orgelmusik an der Musikhochschule in Hannover in einem Aufbaustudium. Was im „normalen Leben“ zweier Menschen funktionieren kann, funktionierte in harmonischen Tönen der beiden Südkoreaner auch an der Orgel. Zunächst eröffnete Frau Yoo mit Buxtehudes feierlicher „Toccata in d Bux155“ den musikalischen Reigen, dem ein melancholisches „Chromhorne sur la Taille“ von Francois Couperin folgte. Johann Sebastian Bachs „Allein Gott in der Höh sei Ehr, BWV 662“ und Praeludium und Fuge in D, BWV 532“ wurde dann von Se-Young Kim interpretiert, der Felix Mendelssohn-Bartholdy „Sonate Nr. 5 in D-Dur Op.65“ wieder mit Yoo folgte. Nach derweil zweihändigen folgte das vierhändige Spiel bei Wolfgang Amadeus Mozarts „Fantasie f-moll für vier Hände“ als Beweis das beide Musiker auch klangvoll ausgesprochen gut miteinander harmonieren. Mit dem tschechischen zeitgenössischen Komponisten, Petr Eben, hatten sich beide Künstler mit seinem Stück dem Finale aus „Sonntagsmusik“ nochmals zum Ende des Konzerts ein außergewöhnliches Stück ausgesucht. Die Zuhörer dankten dem fernöstlichen Organisten-Duo auf ihre Weise mit viel Applaus für die vorgetragenen Orgelstücke. Das nächste Konzert in der Orgel+Konzertreihe in der Christuskirche findet am Sonntag, dem 22. Juni um 17 Uhr mit den jungen heimischen Nachwuchsorganisten Neil Valenta und Johannes Völkner statt. Beide sind Orgelschüler von Kantorin Yoerang Kim-Bachmann.
Text: Roger Schmidt



Open Airport Gottesdienst am 1.5.2008

250 evangelische Christen waren beim Open-Airport -Gottesdienst dabei

Auch einige wenige Regentropfen und frische Temperaturen konnten die 250 evangelische Christen an dem Kombifeiertag des 1. Mai und Christi Himmelfahrt nicht davon abhalten auf dem Segelflugplatz Steinkopf einen Open-Airport-Gottesdienst zu feiern. Letztendlich behielt lockere Wolken die immer wieder Sonnenstrahlen zur Erde sandten die Oberhand. Die gemeinsame Evangelische Allianz Watzenborn-Steinberg aus der evangelischen Kirchengemeinde, der Freien evangelischen Gemeinde und der Evangelischen Stadtmission des Pohlheimer Stadtteils hatten dazu eingeladen. „Himmelwärts“ lautete zur Himmelfahrt passend das Thema des Gottesdienstes, der regelmäßig seit 2001 traditionell an Himmelfahrt in und vor Fliegerhalle stattfindet. Musikalische umrahmte den Gottesdienst in der Halle, wo sonst Segelflieger lagern, der Gospelchor „Joyful Voices“ unter Leitung von Kantorin Yoerang Kim-Bachmann mit moderner Gospelliteratur. Pfarrer Wolfgang Klimm von der Freien Evangelischen Kirchengemeinde ging in seiner Predigt auf den eigentlichen Anlass mit dem Wunder der Himmelfahrt Christi ein und spannte den Bogen von der kirchlichen hin zur alltäglichen Welt mit seinen natürlichen und technischen Wundern, die auch auf dem Segelflugplatz zu beobachten waren. Die Christen hätten noch wunderbares in ihrem Leben zu erwarten, stellte er ihnen mit dem Himmel in Aussicht. Wolfgang Dörr, Vorsitzender der mehr als 200 Mitglieder und 18 Fluggeräte zählenden Segelfliegergruppe Steinkopf und Mitgastgeber des Gottesdienstes freute sich, dass wieder so viele Besucher gekommen waren. Die Segel- und Drachenflugfreunde hatten mit Essen, Trinken, Kaffee und Kuchen sich bestens gerichtet. Für die Kinder war Platz zum Spielen und die Piloten hatten ihre Flugmaschinen auf dem Flugfeld zur Besichtigung aufgestellt. Besucher sind auf dem Segelflugplatz immer willkommen, betonte er.
Text: Roger Schmidt





Einführungsgottesdienst am 09.03.2008

Einführungsgottesdienst für Pfarrerin Jutta Hofmann-Weiß
Dekan Becher: „Welle von freudigem Aufbruch in Watzenborn-Steinberg“

„Eine Welle von freudigen Aufbruch“ sieht Dekan Frank-Tilo Becher bei den Christen in der evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg, nachdem mit der Pfarrerin Jutta Hofmann-Weiß, die Pfarrstelle Ost wieder neu besetzt ist. In einem Einführungsgottesdienst wurde die Pfarrerin, die ihr Amt bereits am 1. März angetreten hat, am Sonntagvormittag in der Christuskirche nun auch offiziell der Gemeinde vorgestellt. Dekan Becher verlas den Text ihrer Ernennungsurkunde und nahm gemeinsam mit den Kirchenvorstandsmitgliedern Jutta Wendt und Stefan Schlegel die Segnung und Sendung von Hofmann-Weiß vor. Als Geschenk übergab der Dekan ihr ein Buch mit vielen leeren Seiten, die sie nun in Watzenborn-Steinberg schreibend mit ihren neuen Lebenserfahrungen füllen kann. Musikalisch wurde der festliche Gottesdienst vom Kirchenchor und dem Gospelchor „Joyful Voices“ unter Leitung von Kantorin Yoerang Kim-Bachmann sowie an der Trompete von Johannes Schmitt umrahmt. Zahlreiche Gäste aus der Gemeinde, Politik und Kirchengemeinden waren gekommen, darunter auch Pohlheims Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer und der Bürgermeister ihrer vorhergehenden Heimatgemeinde Dietzhölztal, Stephan Aurandt, mit vielen mitgereisten Gemeindemitgliedern. Sie alle überbrachten die besten Wünsche an Hofmann-Weiß und ihrer Familie für ihre neue Aufgabe in Watzenborn-Steinberg.

Stellvertretend für den verhinderten Kirchenvorstandsvorsitzenden, Kurt Binz, richtete Dr. Ernst-Ulrich Huster Worte der Begrüßung an die große Gottesdienstgemeinde an diesem Sonntagvormittag. Nachdem das Pfarrhaus wieder bewohnt ist, erwartet Dekan Becher eine neue Ära mit neuen Impulsen durch Hofmann-Weiß. Nach Stationen in Marburg, Frankfurt, Bad Homburg, Dietzhölztal stellte er ihr Watzenborn-Steinberg als eine aktive Gemeinde in einem experimentierfreudigen Umfeld vor, auf einem Feld mit einem freundlichen Fundament des Glaubens. Er wünschte ihr für diese Arbeit viel Freude und Liebe. In ihrer Predigt bestätigte die neue Pfarrerin, dass ihr der Abschied aus Dietzhölztal schwer gefallen sei. Durch die freundschaftliche Begrüßung der Menschen in Watzenborn-Steinberg sei sie aber bereits gut angekommen und voller Hoffnung mit ihrer Familie. Mit den Bibelworten aus Markus 10 „Ihr wisst, die als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder, und ihre Mächtigen tun ihnen Gewalt an. Aber so ist es unter euch nicht; sondern wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein; und wer unter euch der Erste sein will, der soll aller Knecht sein.“, verglich sie diese Worte mit dem alltäglichen Umgang in Familie und in der heutigen Zeiten der Globalisierung und des Arbeitsplatzverlusts. Die Kirche diene dem Gemeinwohl und Gerechtigkeit, was manche heutige Zeitgeister störe, beobachtet sie. „Wer gibt wird nicht ärmer, viel mehr hat er Freude und Lebenssinn.“, so ihre hoffnungsfrohe Botschaft an die Gemeinde. Beim anschließenden Empfang im Thomashaus wurde die Gelegenheit für Grußworte noch häufig genutzt. Neben Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer für die politische Gemeinde, richtete Pfarrerin Christine Specht stellvertretend für die Nachbargemeinden, Falk Winter für die Evangelische Stadtmission, Hauke Burkhard für die Freie evangelische Gemeinde, der Dietzhölztaler Bürgermeister Stephan Aurand und Hannelore Görtz von der Diakoniestation Fernwald-Pohlheim beste Wünsche mit Geschenken für ihre neue Pfarrstelle aus. Wolfgang Schäfer und Brigitte Wolni für den Kirchenchor, Glades Lang und Hilde Schmidt vom Frauenkreis und zu guter letzt Pfarrer Alexander Klein für den Kirchenvorstand überbrachten die Gratulationen und Geschenke von ihrer neuen evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg an Jutta Hofmann-Weiß, ihren Mann Ingo und Sohn Tizian . Mit Aussaat, Dünger, Gießkanne, Gartenschere und einem Gutschein für einen Apfelbaum hatte Pfarrer Alexander Klein auch schon einmal alles Notwendige für ihren neuen Garten, aber damit auch sinnbildlich für eine blühende Gemeindearbeit mitgebracht.
Text: Roger Schmidt


Jutta Hofmann-Weiß mit Dekan, Kollege und KV



Gemeindetreff am 24.2.2008

Pfarrer Raschke: „Religion wird es immer geben“

Nach seinen eigenen Worten „eine Reise ins Ungewisse“ unternahm der Grüninger Pfarrer und Diplom Psychologe Helmut Raschke im vergangenen Jahr, als er sich mit 30 Büchern im Gepäck in einem dreimonatigen Studienurlaub dem Thema „Die Rückkehr des Religiösen in der Gesellschaft. Oder: Braucht der (moderne) Mensch Religion?“ stellte. Mit dem Ergebnis seiner Studien, für den ein evangelischer Pfarrer alle 10 Jahre für den genannten Zeitraum freigestellt werden kann, und seine daraus erwachsenen Ansichten stellte er sich den Zuhörern im Thomashaus der evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg beim Gemeindetreff. Sein Fazit an diesem Abend „Religion wird es immer geben, weil es die Frage nach dem Tod gibt “. Der Vortrag und seine Ansichten ließen aber auch gewollt oder ungewollt bei den Zuhörern viele Fragen offen.

Jutta Wendt begrüßte für die Gemeinde, die 50 Gäste im Gemeindesaal. Nach dem gemeinsamen Abendessen, dass von den Gemeindemitgliedern mit selbst gemachten Salaten und manch süßen Leckereien angereichert war, sangen die Christen zunächst zusammen das Kirchenlied „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott.“, begleitet am Klavier von Kantorin Yoerang Kim-Bachmann. Referent Raschke stellte zu Beginn auch keine allgemein gültigen Antworten auf die Fragestellung seines Vortrages in Aussicht. „Hinter jeder Ecke lauern ein paar Richtungen“, eines seiner Lieblingszitate des Satirikers Stanislav Jerzy Lec war dafür Ausdruck. Mit den gemachten Beobachtungen seiner Studien und daraus gewonnenen Ein- und Ansichten, streifte er durch das Thema, dass die Menschheit von Beginn an beschäftigt. Dabei habe er festgestellt „Fakten seien wie Kühe, wenn man sie anschaut laufen sie weg.“ Bildlich sprach er vom Blickwinkel eines Zwerges auf den Schultern eines Riesen. Dieses heraustreten aus einem selber, helfe besser zu sehen. Religion sei nützlich, weil sie das Leben in schwierigen Situationen besser aushaltbar mache, so seine Beobachtung. Das Bild der Religion werde von jedem Menschen persönlich mit seinen eigenen Erfahrungen geprägt. Kontingent, also weder notwenig noch unmöglich und das es sei wie es sei, aber auch durchaus anders sein könne, gelte auch für die Religion. Raschke selbst gebürtig im Siegerland, erlebte Religion in einem von der Erweckungsbewegung geprägten Elternhaus, informierte er die Zuhörer. Die dortigen Lebensumstände prägten sein Leben und gaben mit Hilfe der Frömmigkeit seiner Familie Halt und Sicherheit. In der Religion sei die Auseinandersetzung zwischen Diesseits im Leben und Jenseits im Tod die entscheidende Leitunterscheidung. Daher werde es die Religion immer geben, weil es die Frage gibt, was nach dem Tod passiert. Der Sinn des Todes bilde viel mehr eine Bewährung für die Religion. Ohne den Tod gäbe es eine Gleichgültigkeit gegenüber dem Leben. Im Tod spiegeln sich vielmehr das Leben im Ganzen wider. Die Geburt und der Tod sind erschütternde Erlebnisse in der spirituellen Erlebniswelt der Religion, Raschke weiter. Religiöse Erfahrungen können aber auch selbst zerstörerische Züge tragen, wie beispielsweise bei Selbstmordattentaten von Fanatikern, erläuterte er negative Formen und Ausprägung religiöser Erfahrungen und Spiritualität. Als direkten Nutzen für den Menschen sieht er Religion nur in Verbindung mit Befreiung und Heilung, „wenn nicht, kann man sie vergessen.“, so Raschkes Beobachtung. „Eine Vorstellung ist wahr, solange es für unser Leben nützlich ist, sie zu glauben!", so ein Zitat von William James. Pragmatismus, die Lehre von James aus seiner Vorlesung aus dem Jahre 1898, sei hingegen in der religiösen Bewegung der U.S.A. weit verbreitet. „Religion in der jüdisch-christlichen Variante ist Befreiungstradition, die gefährdet ist, konfliktbehaftet, deren Gelingen keineswegs garantiert ist und der damit das Wissen des Scheiterns immer innewohnt, die dennoch hoffend an der Befreiung festhält und zwar über den Tod hinaus.“, so Raschke. Nach reger Diskussion der gehörten Sichtweisen zwischen Zuhörern und Referent schloss der Abend mit Musik und einem Abschlussgebet durch Pfarrer Alexander Klein.
Text: Roger Schmidt


Pfarrer Helmut Raschke

Ordination von Pfarrerin Sybille Lenz am 17.2.2008

Propst Klaus Eibach übergab Pfarrerin Sybille Lenz Ordinationsurkunde
Lenz „Anwältin Gottes und der Menschen“

Als „Anwältin Gottes und der Menschen“ skizzierte der Propst von Oberhessen, Klaus Eibach, Pfarrerin Sybille Lenz bei ihrem Ordinationsgottesdienst in der Christuskirche Watzenborn-Steinberg in ihrer zukünftigen Aufgabe in der Berufung zur öffentlichen Verkündigung. Der derzeitigen Vertreterin der Pfarrstelle des Pfarrbezirks Ost in der evangelischen Kirchengemeinde des Pohlheimer Stadtteils wurde am Sonntagnachmittag im festlichen Rahmen vor der Gemeinde und vielen Gästen die Urkunde mit einer Segnung durch Propst Eibach, Gerhard Schulze-Velmede, dem Vorsitzenden des Dekanatssynodalvorstandes des Dekanates Gießen, Pfarrer Burkhardt Lusky, ihrem Lehrpfarrer in der Vikariatsgemeinde Griedel und Rockenberg, Pfarrvikarin Susanne Gessner, Kollegin aus dem Vikariatskurs und Pfarrerin in Groß-Felda sowie von der Watzenborn-Steinberger Kirchenvorsteherin, Erika Deppe sowie Pfarrer Alexander Klein überreicht. Mit Worten aus dem Psalm 36 sprach der Dekan des Dekanats Gießen, Frank-Tilo Becher, das Votum in der Christuskirche. Der Evangelische Kirchenchor unter Leitung von Kantorin Yoerang Kim-Bachmann sowie Monika Kissel an der Flöte umrahmten den Ordinationsgottesdienst musikalisch vor großer Kulisse. Beim anschließenden Empfang im Thomashaus überbrachten Vertreter aus Politik und Kirche Grußworte und Geschenke an die junge Pfarrerin, darunter unter anderem Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer, Stadtverordnetenvorsteher und Vorsitzender des Pfarrgemeinderates der Katholischen Kirchengemeinde St. Martin Pohlheim, Jakob Ernst Kandel sowie Pfarrer Kenan Budak von den aramäischen syrisch-orthodoxen Christengemeinden in Pohlheim.

In seiner Begrüßung drückte der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Kurt Binz, Dank und Stolz über die erfolgreiche Arbeit von Sybille Lenz in den Monaten ihrer seelsorgerischen Arbeit in der Gemeinde aus. Von August an bis zur Neubesetzung der Pfarrstelle leiste sie hervorragendes. Für ihre neue Tätigkeit in der Luthergemeinde in Gießen ab dem Monat März wünschte er ihr alles Gute. Der Propst von Oberhessen, Pfarrer Klaus Eibach, ging in seiner Ansprache auf ihre bisherigen Pfarrtätigkeiten in Nidda, Butzbach-Griedel und Pohlheim ein. Der für sie ausgewählte Segensspruch aus dem 1. Buch Moses „Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein.“, sei Zeichen für Aufbruch und Auszug, den die lutherische Religion auszeichne. Lenz, die erst am Anfangsweg als Pfarrerin steht, wünschte er, dass sie den Weg zu den Herzen der Menschen auch in einer neuen Heimat finden werde. Mit den Worten „Gott ist mit dir.“ sprach er ihr für ihre neuen Glaubenserfahrungen in Höhen und Tiefen Mut zu. Der Kirchenchor hatte sich mit den Stücken „Erwecke uns, du Heiliger Geist“ und „The good bless you an keep you“ die passende Literatur für die Ordination ausgesucht. Die frisch ordinierte Pfarrerin Sybille Lenz sprach trotz grippalem Infekt mit den Kirchenvorstehern Prof. Dr. Ernst-Ulrich Huster und Christoph Barnikol Fürbitte und Vater unser. Beim anschließenden Empfang mit Kaffee, Kuchen und Schnittchen im großen Saal des Thomashauses gab es nur positives für Sybille Lenz zu hören und immer schwang ein Hauch von Wehmut mit, weil Ende Februar ihre Tätigkeit in Watzenborn-Steinberg endet. „Schade drum.“, so auch die Meinung von Pohlheims Bürgermeister Schäfer über den Weggang mit gleichzeitiger Gratulation zur Ordination auch im Namen von Watzenborn-Steinbergs Ortsvorsteher Klaus-Dieter Gimbel. „Eine wunderbare Vertretung“, so auch die Meinung von Dekan Becher über die seelsorgerische und menschliche Arbeit von Lenz in Watzenborn-Steinberg, aber ein Glück für die neue Pfarrgemeinde von Lenz in Gießen ab März. Ein Glücksfall und „Gewinnbringend für die Ökumene“, seien die Monate mit Lenz gewesen, so auch die Meinung vom katholischen Pfarrgemeinderatvorsitzenden Kandel von der St. Martin Gemeinde Pohlheim, der in seiner Funktion als Stadtverordnetenvorsteher auch die Glückwünsche der Pohlheimer Parlamentsgremien überbrachte. So hatten nach ihrem Lehrpfarrer Burkhardt Lusky und dem syrisch-orthodoxen Pfarrer Budak nochmals Vertreter ihrer jetzigen evangelischen Kirchengemeinde in Watzenborn-Steinberg Worte des Dankes und der Anerkennung. Der Vorsitzende des Kirchenchores, Erhard Jung, Pfarrer Alexander Klein und vom Frauenkreis Roswitha Löhrke und Glades Lang überbrachten Geschenke und dankten Lenz für ihr außergewöhnliches Engagement, das immer von einem ganz besonderen Markenzeichen begleitet war: Ihrem herzerfrischenden Lachen und ihrer Stimme, mit der sie sich unter das Volk mischte und immer für die Menschen da war und sein wird. Sie wünschten ihr alles Gute für die Zukunft. Sybille Lenz dankte am Ende des Nachmittags den Gratulanten und vor allem den Gemeindemitgliedern in Watzenborn-Steinberg.
Text: Roger Schmidt


Pfarrerin Sybille Lenz



Orgel+ Konzert mit Martin Schmeding am 1.2.2008

Orgel+ in der Christuskirche:
Anspruchsvoller Orgelzyklus Messiaens aufgeführt

Oliver Eugén Prosper Charles Messiaens (1908-1992) anspruchsvoller im Jahr 1935 veröffentlichter neunteiliger Orgelzyklus „La Nativité du Seigneur – Neuf Méditations pour Orgue“ war am Freitag in der Christuskirche in Watzenborn-Steinberg zu hören. Im Rahmen der Orgel+-Konzertreihe war mit dem Zyklus der Organist und Komponist Prof. Martin Schmeding aus Freiburg zu Gast, der bereits durch seinen musikalischen Lebenslauf mit zahlreichen ersten Preisen bei nationalen und internationalen Orgelwettbewerben aufgezeigt hatte, dass er ein Ausnahmemusiker ist und dabei auch die Interpretation von Orgelwerken eines zeitgenössischer Komponisten nicht scheut. Vor nahezu 100 Zuhörern in dem evangelischen Kirchenbauwerk hatte er dass Werk Messiaens zu dessen diesjährigem 100. Geburtstag bewusst ausgesucht. Im Mittelpunkt des Werkes im unverkennbaren Messiaen-Stil steht die Geburts- und Leidensgeschichte Jesu. Pfarrerin Sybille Lenz lieferte zwischen den Orgelzyklen die passenden biblischen Textpassagen, die der Musik die nötige Tiefe für die Zuhörer lieferte. Ausdrucksstarke Bilder auf Großbildleinwand verstärkten visuell Musik und Worte als multimediales Gesamterlebnis. Die Musiksprache des französischen Komponisten und Organisten Messiaen, im stetigen Wechsel von Pracht, Hoffnung und Verzweiflung der Bibel-Erzählung im wechselnden Klang von tiefen Molltönen bis zu klangvollen vielstimmigen Pfeifenhymnen lieferten außergewöhnliche Klangerlebnisse. Die Zuhörer hörten aufmerksam den für manchen Zuhörer ungewohnt klingenden Orgelklängen zu und würdigten die Aufführung des Orgelwerkes durch den 32-jährigen musikalischen Orgel+-Gast Martin Schmeding am Ende des einstündigen Konzertes mit kräftigem Applaus. Das nächst Konzert in der Orgel+-Reihe findet am 4. April statt. Zu Gast ist dann der Alsfelder Dekanatskantor Jens Amend.
Text: Roger Schmidt


Prof. Martin Schmeding

Mitarbeiter-Dank-Fest am 27.1.2008

Mitarbeiter-Dank-Fest der Evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg – Mitarbeiter spendeten 7.231,05 und 1.000 Euro für den Aufzug

In der Evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg der Christuskirche leisten 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ungezählten Stunden ehrenamtliche Arbeit am Nächsten. 80 von den freiwilligen kirchlichen Helfern aus allen Gruppen und jedem Alter, waren am Sonntagabend der Einladung der Gemeinde in das Thomashaus gefolgt. Damit wollte der Kirchenvorstand mit Kirchenvorsteher Kurt Binz an der Spitze und die beiden Pfarrer Sybille Lenz und Alexander Klein für das zurückliegende Jahr diesen Menschen „Danke!“ sagen. Für ihre Gemeinde opferten nicht nur die vielen Frauen und Männer ihre Freizeit, viel mehr spenden sie auch viel Geld für ihre Kirche. So konnte an diesem Abend auch ein Spendenscheck in Höhe von 1.000 Euro durch Glades Lang und Roswitha Löhrke vom Frauenkreis überreicht werden und Pfarrer Alexander Klein das Gesamtergebnis der 10 Euro-Mitarbeiter-Aktion vom vergangenen Jahr mit 7.231.05 Euro bekannt geben. Das Geld ist für den Einbau eines behindertengerechten Aufzugs im Thomashaus bestimmt.

Zuvor hatte Klein die Mitarbeiter im Thomashaus an den festlich dekorierten Tischen begrüßt. „Ich lobe meinen Gott.“ war auch das Eingangslied des Abends, das am Klavier von Kantorin Yoerang Kim-Bachmann begleitet wurde. Nach dem gemeinsamen Abendessen, stand in der Andacht von Pfarrerin Sybille Lenz das Matthäus-Buch der Bibel und darin die Bergpredigt im Mittelpunkt. Die praktischen Tipps zur Lebenshilfe mit der Botschaft „Gott sorgt für dich und er weiß was du wert bist.“ war dabei einer der zentralen Sätze, die direkt an die Mitarbeiter gerichtet war und Wertschätzung ausdrückten. Sie alle hätten mit ihren Fähigkeiten und Schwächen sich für ihre Mitmenschen im gegenseitigen Vertrauen eingesetzt. Wie in den beiden zurückliegenden Jahren war auch diesmal gemeinsame Aktivität für einen Beitrag zur Gestaltung des großen Thomashaus-Saales angesagt. Nach einer Weinrebe und einem Stoffbild in den Jahren zuvor, hatte Adelheid Wehrenfennig diesmal für ein Baumbild Tiere und Pflanzen aus Holz zur Bemalung vorbereitet, die gemeinsam bemalt dann den Baum schmückten. Als „Schuster Karl und Großstadtdame Mielchen“ hatten Martha Krug und Erika Deppe die Lacher bei einem kleinen Sketsch in „hessisch`Platt“ und „hochdeutsch“ auf ihrer Seite. Pfarrer Alexander Klein ließ danach bei einer Bilderschau nochmals das Kirchenjahr 2007 der Gemeinde Revue passieren. Die aktive Gemeinde mit ihren ehrenamtlichen Helfern erinnerten sich gerne an die zahlreichen Familiengottesdienste, die Orgel+Konzerte, die unvergessliche Aufführung von „Elias“ des Kirchenchores in der Christuskirche, das Konzert des Gospelchores „Joyful voices“ in der „Alten Kirche“, die Freizeit und den Besuch der Konfirmanden bei der Diakonie, den Kirchenbesuch aus Pohlheims Partnergemeinde Strehla, die Verabschiedung von Pfarrer Hans Übler, die Kinderbibelwoche, das große Gemeindefest, die Teilnahme am Kinderkirchentag, den Limabasar im Advent und, und, und. Vergessen wurden von Klein auch nicht die verschiedenen Gemeindekreise und Gruppen, die allesamt aktiv vom jüngsten bis zum ältesten Gemeindemitglied jedem genügend Raum zum mitmachen bieten. Mit einem Gebet endete dieser Dankabend für die ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Kreisen und Gruppen, die so „unbezahlbar wichtig“ für eine lebende Gemeinde sind.
Text: Roger Schmidt


Erika Deppe und Martha Krug



Jugendgottesdienst am 27.1.2008

Am Sonntag war die Kirche in Garbenteich fest in der Hand der Jugend. Konfihelfer aus Watzenborn-Steinberg, Hausen und Garbenteich hatten gemeinsam mit Pfr. Alexander Klein, Elly Leufkens (Praktikantin im freiwilligen sozialen Jahr in der Kirchengemeinde Wb) und Pfrn. Christine Specht einen Jugendgottesdienst zum Thema "Freundschaft" vorbereitet. An den gemeinsamen Vorbereitungstreffen hatten die Konfihelfer das Thema ausgewählt und auch die einzelnen Elemente des Gottesdienstes erarbeitet. Die Pfarrer hatten nur beratende Funktion. Zielgruppe des Gottesdienstes waren in erster Linie die Konfirmanden und außerdem alle heutigen und ehemaligen Jugendlichen.
Am Eingang wurden alle Gottesdienstbesucher begrüßt, bekamen ein Liedblatt, einen Zettel mit einer Frage und ein Küsschen (ein süßes von Ferrero), denn guten Freunden gibt man ein Küsschen (sagt uns die Werbung).
Im Gottesdienst gab es ein Anspiel zum Thema, das sicher viele nachvollziehen konnten. Ein Mädchen erlebt, dass die beste Freundin keine Zeit mehr für sie hat, weil sie verliebt ist und nur noch Augen für ihren Freund hat. Daraufhin wurden die Jugendlichen gefragt "wie soll ein guter Freund/eine gute Freundin sein?". Sie schrieben ihre Antwort auf die Zettel, die sie am Eingang bekommen hatten. Die Antworten der Gottesdienstbesucher wurden vorgelesen. Und es zeigte sich, dass vielen wichtig ist, dass ein Freund zuhören kann, treu bleibt, zu einem hält.
Ein positives Beispiel von Freunden, die für ihren Freund auch nicht davor zurückschrecken ein Dach abzudecken damit sie ihn zu Jesus bringen können wurde aus dem 5. Kapitel des Lukasevangeliums vorgelesen. Anschließend besprachen die 4 Freunde das Erlebte.
Elly Leufkens ging in einer kurzen Ansprache den Fragen nach "Würdest du für einen Freund alles tun?" und erinnerte daran, dass Jesus für uns so ein Freund ist, der alles für uns getan hat.
Im Gebetsteil zündeten die Jugendlichen Kerzen an, um Gott für einen Freund zu danken oder legten einen Stein dazu um Gott in einer schwierigen Situation um Hilfe zu bitten.
Musikalisch wurde der Gottesdienst von Dekanatskantorin Yoerang Kim Bachmann und einem Teil der Jugendband der Christuskirche Watzenborn-Steinberg gestaltet.
Dieser Jugendgottesdienst ist der Anfang eines Projektes, das die Kirchengemeinden Garbenteich, hausen und Watzenborn-Steinberg gemeinsam durchführen. Im Lauf des Jahres sollen noch 2 Jugendgottesdienste vorbereitet und gefeiert werden.
Der nächste Jugendgottesdienst findet am 8: Juni um 18.00h (wahrscheinlich in Watzenborn-Steinberg) statt.
Text: Christine Specht


Konfiteamer beim Jugendgottesdienst



Scheckübergabe des Seniorenkreises am 10.1.2008

Gemeinde ohne Barriere in Watzenborn-Steinberg
Evangelische Senioren spendeten 1.000 Euro für Aufzug

Den stolzen Betrag in Höhe von 1.000 Euro spendeten dieser Tage die Frauen des Seniorenclubs der Evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg für den geplanten Aufzug im Thomashaus. Stellvertretend für die 50 Frauen übergab deren Senioren-Organisatorin, Edith Krombach, symbolisch den Spendenscheck beim Monatstreffen an die Pfarrerin Sybille Lenz von der Kirchengemeinde im evangelischen Gemeindehaus. Jeden ersten Mittwoch im Monat treffen sich die Frauen, in der kalten Jahreszeit nachmittags im Thomashaus und im Sommer bei gemeinsamen Ausflügen. Bei Kaffee und Kuchen wird dann gemeinsam gebetet, gesungen und miteinander geredet, berichtet Krombach. Da für einige der Senioren das Treppensteigen beschwerlich oder gar nicht mehr möglich ist, sind sie alle froh, dass nun mit dem Aufzug ein Gemeindehaus ohne Barrieren entstehen soll. Auch eine Toilette soll demnächst im ersten Stock des Thomashauses installiert werden. Übrigens sind neue Senioren zu den regelmäßigen Treffen des Seniorenkreises immer herzlich willkommen, lädt Krombach ein. Unter dem Stichwort „Aufzug“ kann man auf das Konto der Evangelischen Kirchengemeinde, Konto-Nr. 242 002 684, Bankleitzahl 513 500 25 für das Barrierefreie Thomashaus spenden. Jede noch so kleine oder große Spende wird zur Verwirklichung des Projektes benötigt, wissen die Senioren und bitten um Unterstützung.
Text: Roger Schmidt


Teilnehmer des Seniorenkreises

Orgel+ Konzert mit Arno Russ am 7.1.2008

Weihnachtliches an der Orgel mit Russ

Kurz nach dem Geburtsfest Jesu präsentierte der Organist Arno Russ nochmals „Weihnachtliches“ an der Orgel der Christuskirche Watzenborn-Steinberg. Zum Jahresauftakt spielte der 1952 in Frankfurt am Main geborene und heute in Düsseldorf lebende Russ in der Reihe „Orgel+“ der evangelischen Kirchengemeinde Orgelstücke, in deren Mittelpunkt Gottes Lob und die Freude über die Geburt Jesus ausgedrückt wurde. So war schon das Präludium und Fuge in D-Dur BuxWV139 und die Choralbearbeitung über „Lobt Gott ihr Christen alle gleich“ BuxWV 202 des Komponisten Dietrich Buxtehude ein besonderes Klangerlebnis für die Zuhörer. Mit dem gleichen Choral des Lutherliedes, diesmal in der Interpretation von Johann Sebastian Bach aus dessen Orgelbüchlein, zeigte er Bachs Virtuosität auf. Die folgende Trisonate in G-dur zeichnete sich durch den ästhetischen Genuss im Spiel mit den drei Orgelstimmen, der beiden Hände und Füße aus. „Gelobt seist du, Jesu Christ“ (BWV 604) und „In dulci jubilo – Nun singet und seid froh“ (BWV 608) von Bach, ebenfalls aus dem Orgelbüchlein, bildeten den Abschluss dieses Konzertteiles. Buxtehudes Schüler, Nikolaus Bruhns, wurde von Russ mit dem Präludium und Fuge in G-Dur aufgeführt, dem Max Regers (1873-1916) „Weihnachten“ op. 145, Nr. 3. mit Elementen der Advents- und Weihnachtsklassiker „Es kommt ein Schiff“, „Kommst du Licht der Heiden?“, „Vom Himmel hoch“ und „Stille Nacht“ ein Potpourri aus Dur- und Molltönen und Rhythmusgegensätzen folgte. Passend zum sonntäglichen Erscheinungsfestes Epiphanias am 6. Januar bildete Bachs Präludium und Fuge in C-Dur BWV 547 aus seiner Leipziger Zeit den Abschluss der eindrucksvollen Eröffnung der Orgel+-Reihe im neuen Jahr 2008. Die Konzertbesucher honorierten die musikalische Leistung von Arno Russ mit viel Beifall.
Text: Roger Schmidt


Organist Arno Russ

Scheckübergabe - Limabasar am 20.12.2007

Lima-Basar-Erlös in Höhe von 7.100 Euro für südamerikanische Kinder

Sage und schreibe 7.100 Euro waren der stattliche Erlös beim Limabasar der Evangelische Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg am 1. Adventssonntag. Dieser Tage übergaben Vertreterinnen des Frauen- und Kreativkreises, Glades Lang, Jutta Löhrke, Adelheid Wehrenfennig und Jutta Wendt an Pfarrer Alexander Klein symbolisch den Spendebetrag zur Weitergabe an das Kinderhilfswerk Lima. Bereits zum 37. Mal wurde der Lima-Basar von der Gemeinde veranstaltet und damit jedes Jahr ein großer Geldbetrag nach Peru gespendet. Der Betrag setzt sich aus dem Verkaufs- und Tombolaerlös, Kuchen-, Essens- und Geldspenden von vielen Gemeindemitgliedern zusammen, denen die Frauen und Pfarrer Klein recht herzlich dankten. Freuen können sich jetzt die Kinder in Südamerika, denen der große Geldbetrag zu Gute kommt. Dort wird den hilfsbedürftigen Kindern und Jugendlichen, durch das evangelische Kinderwerk „Lima“ mit Schule, Ausbildung und häuslicher Unterstützung eine Lebensperspektive geboten.
Text: Roger Schmidt




Pfr. Alexander Klein mit Frauen des Frauenkreis

Kirchenchorkonzert am 18.11.2007

Stehende Ovationen von 600 begeisterten Zuhörern gab es nach der Aufführung von Felix Mendelssohn-Bartholdys kirchenmusikalischem Klassiker „Elias“ am Sonntagabend in der bis auf den letzten Platz besetzten Christuskirche in Watzenborn-Steinberg. Neben den 70 Sängerinnen und Sängern des gastgebenden Kirchenchores der Evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg mit Mitgliedern des Bergerkammerchores Düsseldorf, brillierten die Solisten Andreas Czerney (Bass, Elias), Katharina Wollitz (Sopran), Elfriede Völkner (Sopran), Michaela Wehrum (Alt), Daniel Sans (Tenor) sowie Petra Lotz (Alt) und Dieter Lanze (Bass), instrumental begleitet von den 40 Musikern des Orchester Düsseldorfer Altstadtherbst unter der musikalischen Gesamtleitung von Kantorin Yoerang Kim-Bachmann, vor dieser stattlichen Kulisse am Volkstrauertag.

Ein kleiner Wehmutstropfen gab es für die Konzertbesucher zu Beginn, waren doch mit JiYoung Lee und Cornelia Muth zwei Tage vor der Aufführung beide der angekündigten erstklassigen Sopranistinnen ausgefallen. Muth wegen Krankheit und Lee wegen unerwarteten Verpflichtungen in den U.S.A. wurden allerdings kurzfristig von Katharina Wollitz, die mit renommierten Chören und Orchestern unter anderem in Mainz, Frankfurt, Stettin und Pilsen zusammenarbeitet, und der erfahrenen heimischen Sopranistin Elfried Völkner (Langgöns) mehr als nur vertreten. Die beiden ausgebildeten Stimmen fanden sich in das Gesamtensemble harmonisch ein und setzten stimmliche Akzente. Andreas Czerney (Bass) interpretierte engagiert und virtuos mit seiner facettenreichen Stimme, gesanglich die eindrucksvolle Person des Propheten Elias. Die biblische Geschichte aus dem Alten Testament vom Propheten Elias lief gleich einem Kinofilm, akustisch im Ohr, visuell im Geiste der Zuhörer ab. Das Oratorium wurde in einer sich steigenden Dramatik gepaart mit christlichem Sendungsbewusstsein und der hoffnungsvollen Botschaft Gottes in seiner ganzen Bandbreite seines musikalischen Schöpfers, Felix Mendelssohn-Bartholdy, von Chor, Orchester und Solisten ausgespielt. Tenor Daniel Sans glänzte im Solo als auch im Quartett oder im Terzett mit den anderen Solisten. Die Alt-Stimme von Michaela Wehrum setzte stimmliche unnachahmlich Glanzlichter in den tieferen weiblichen Stimmpassagen, der in Noten gesetzten Bibeltexte. Petra Lotz (Alt) und Dieter Lanze (Bass), beides Gesangsschüler von Czerney, trugen im Quartett mit den Solisten zu dem positiven Gesamteindruck der Aufführung bei. Der Evangelische Kirchenchor aus Watzenborn-Steinberg bildete klanglich den passenden Gesamtrahmen, der zum Zuschauererfolg maßgeblich beitrug, der orchestral seinerseits vom Düsseldorfer Orchester Altstadherbst takt- und klangvoll in der zweieinhalbstündigen Aufführung begeleitet wurde. So gab es nach fast drei Stunden, die lediglich von einer kurzen Pause unterbrochen war, verdientermaßen lang anhaltenden Beifall und stehende Ovationen für das gesamte 118-köpfige Ensemble mit der musikalischen Gesamtleiterin Yoerang Kim-Bachmann. Nach der mehrmonatigen Probenarbeit der Kantorin mit ihren Sängerinnen und Sängern bildete die konzertante Aufführung von Mendelssohn-Bartholdys „Elias“ einen erfolgreichen Höhepunkt des Chores und ihrer persönlichen kirchenmusikalischen Arbeit in Watzenborn-Steinberg. Eine Zugabe gaben der Evangelische Kirchenchor, das Orchester und die Solisten noch gerne.
Text: Roger Schmidt


Chor und Orchester bei der Aufführung



Gospelchorkonzert am 28.10.2007

Gospelchor „Joyful Voices“ begeisterte in der „Alten Kirche“

130 Zuhörer waren am Sonntagabend vom Konzert des Gospelchores „Joyful Voices“ in der „Alten Kirche“ Watzenborn-Steinberg restlos begeistert. Sie beklatschten mit lang anhaltendem Applaus das gebotene der 16 Sängerinnen und Sänger des Gospelchores der Evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg mit ihrer Chorleiterin, der Kantorin Yoerang Kim-Bachmann. Diese hatten zuvor mit ihren Stimmen und einer Musikauswahl unter dem Konzerttitel „I will call upon the Lord“ mit populären Gospelklassikern ein abwechslungsreiches Konzert aus fröhlichen, stimmungsvollen, aber auch nachdenklichen Titeln geboten. Viel Zuhörer sangen und klatschten bei bekannten Titeln wie dem Hit „Oh happy day“ oder dem „Amazing grace“ mit. Für jazzige Gospelinterpretationen sorgte die Jazzmusiker David Frenkel am Keyboard und Markus Leukel am Schlagzeug bei einigen der Stücke. Mit dem Konzert warben „Joyful Voices“ bei den Zuhörern gleichzeitig für ihr neues Gospelprojekt „Gospel and more“, das am kommenden Donnerstag um 20 Uhr im Thomashaus mit der ersten Chorprobe startet. Hier werden noch neue Mitsänger gesucht.

Mit der Musik des Konzerttitels „I will call upon the Lord“ zogen „Joyful Voices“ stimmungsvoll singend und rhythmisch klatschend zu Konzertbeginn durch die Reihen in der „Alten Kirche“ ein. Sänger Uwe Weißenberg begrüßte die Zuhörer in der „Alten Kirche“. Das ausgewählte Programm der englischsprachigen 19 Gospelstücke, in deren Mittelpunkt die Freude über die Botschaft Gottes stand, war auch ohne große englische Sprachkenntnisse zu verstehen und zu erleben. Der Chor verstand es mit Leidenschaft und Begeisterung, diese Gottesbotschaft musikalisch-konzertant zu transportieren, so dass bereits nach wenigen Stücken der Funke der Begeisterung auf das Publikum übersprang. Mit der Ausstrahlung der Solisten Fabienne Lischper, Andrea Ohrisch, Tina Steinbichler und Klaus Lauber bekamen die Stücke ihren besonderen Glanz, der beim Publikum ankam. Bei den bekannten Klassikern „Lean on me“, Amazing grace“ und „Oh, happy day“ waren Erklärungen überflüssig. Die Zuhörer wurden eingebunden und waren bei den Stücken „Freedom is coming“ und „Sing alleluja to the Lord“ eingeladen zum mitsingen. So klang das hell erleuchtete Kirchenschiff der „Alten Kirche“ vielstimmig. Am Ende des Konzertes ging man bei Händels „Halleluja“ mit den Jazzmusikern neue Wege die in der „Alten Kirche“ ankamen. Mit perfekt einstudierten Jazzklängen, gepaart mit wohlklingenden, mehrstimmigen Chorklang, setzte diese Barock-Interpretation am Ende einen Maßstab in denen sich Jazz, Gospel und Barock vereinten. Großer Applaus war auch dann verdienter Lohn der Sänger und Musiker, die auch die geforderten Zugaben gerne gaben. „Oh, happy day“ war dann auch nicht nur Abschiedstitel, sondern auch ein schönes nachklingendes Geschenk für den Nachhauseweg der Konzertbesucher. Ein Dankeschön mit Blumen gab es von Weissenberg an Chorleiterin Kim-Bachmann. Weissenberg warb am Ende des 90-minütigen Konzertes nochmals für das neue Gospelprojekt von „Joyful Voices“. Mit Hits der Musicals „Jesus Christ Superstar“, „Sister Act“ und weiteren populären Gospel-Klassikern suchen die Sänger mit der Kantorin und Chorleiterin Yoerang Kim-Bachmann weitere Menschen die Spaß und Freude am Singen haben. Die Proben finden dann jeweils Donnerstagabend um 20 Uhr im Thomashaus, Zur Aue 30 statt. Die Premierenaufführung des Projekts mit Band ist dann für Juni 2008 geplant.
Text: Roger Schmidt


Gospelchorkonzert am 28.10.2007